Do, 23. November 2017

Böse Pannenhelfer

29.09.2009 11:02

Schmuckdiebstahl an der Westautobahn geklärt

Über mehrere Monate hat ein Fall von räuberischem Diebstahl an der Westautobahn (A1) bei Loosdorf (Bezirk Melk) die Polizei in Atem gehalten, doch nun scheint das Verbrechen vom Februar geklärt: Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, gelten nun drei Serben als Verdächtige. Sie sollen damals einen Koffer mit Schmuck im Wert von 180.000 Euro erbeutet haben. Das noch flüchtige Trio soll im März und April außerdem weitere vier ähnliche Taten in Niederösterreich verübt haben.

Den Serben – zwei 39-Jährige und ein 40-Jähriger – wird angelastet, am 19. Februar auf der Raststation Völlerndorf (Bezirk St. Pölten) einen Reifen des Autos zweier Schmuckhändler aufgeschlitzt zu haben. Die Männer aus Deutschland, die auf der Rückreise aus Ungarn waren, mussten daraufhin bei Loosdorf anhalten.

Kofferdiebstahl anstelle von Pannenhilfe
Beim Reifenwechsel sei ein Unbekannter hinzugekommen und habe Hilfe angeboten, so die Polizei damals. Die deutschen Händler nahmen zwei Koffer, in denen sich die Schmuckkollektionen befanden, aus dem Kofferraum und stellten sie neben das Fahrzeug. In einem unbemerkten Moment griff der Unbekannte zu und lief zu einem Auto, in dem sich seine Komplizen befanden.

Einem der Händler gelang es im Zuge eines Handgemenges noch, einen Koffer wieder an sich zu reißen. Der andere wurde freilich samt leeren Schmucktableaus erst am 28. Februar in einem Wald in Karlstetten (Bezirk St. Pölten) aufgefunden.

Ermittler stießen auf ähnliche Fälle
Bei den Ermittlungen der Beamten der Polizeiinspektion Loosdorf kamen dann noch vier ähnlich gelagerte Vorfälle ans Tageslicht, so die Sicherheitsdirektion am Dienstag. Im Zeitraum vom 18. März bis zum 16. April kam es nach Zerstechen von Hinterreifen an Pkw in St. Pölten, Maria Ellend und Göttlesbrunn (Bezirk Bruck/Leitha) sowie in Wöllersdorf (Bezirk Wr. Neustadt) zu Diebstählen.

Die Täter erbeuteten dabei jeweils Bargeld und Dokumente. Letztere wurden in der Folge zumeist weggeworfen und später aufgefunden. Den Ermittlern zufolge dürften alle fünf Fälle auf das Konto der drei gesuchten Serben gehen.

Symbolbild

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden