Fr, 20. April 2018

Modellregion

09.02.2018 23:00

Rechts abbiegen bei Rot wird in Linz geprobt

Im Regierungsübereinkommen ist er auf Seite 150 festgehalten – der Modellversuch zur Beschleunigung des Verkehrsflusses im Kreuzungsbereich. Nach internationalem Vorbild soll „rechts abbiegen bei Rot“ erlaubt sein. Als Testregion ist Linz vorgesehen. Bereits am Freitag, 16. Februar, könnte die Entscheidung fixiert werden.

„Wir haben bereits 2014 eine Resolution an den Bund für das Rechtsabbiegen bei Rot verabschiedet und unmittelbar nach Bekanntwerden der Pläne der neuen Regierung urgiert“, kommt für Verkehrsstadtrat Markus Hein die Entscheidung von Infrastrukturminister Norbert Hofer nicht zufällig.

Umstrittene Regelung
Wie berichtet, soll Linz Modellregion für die umstrittene Verkehrsregelung werden. Gegner warnen vor einem erhöhten Unfallrisiko. Befürworter sehen ganz klar die Vorteile im verbesserten Verkehrsfluss, den auch die staugeplagte Landeshauptstadt dringend benötigen würde.  „Eigentlich ist es nichts anderes als eine Stopp-Tafel. Man muss beim Verkehr auch etwas ausprobieren“, ist Hein ganz klar auf Linie von Parteifreund Hofer.  „Außerdem hat man in Deutschland und den USA sehr gute Erfahrungen gemacht!“ Am Freitag reist Hein mit einem Mitarbeiter aus seinem Büro und einem städtischen Verkehrsplaner nach Wien.

Rechtliche Grundlage fehlt noch
Der Beginn des Testbetriebs ist 2018 durchaus vorstellbar. Der Termin hängt davon ab, welche rechtliche Grundlage geschaffen werden muss. Zwei Varianten sind möglich: eine   Ausnahmeregelung für Linz oder die Änderung der gesamten Straßenverkehrsordnung.

Rasche Umsetzung möglich
Nach dem grünen Licht der Rechtsabteilung könnte es mit der Umsetzung sehr schnell gehen. An den Ampeln müssten lediglich ein Hinweisschild mit einem grünen Rechtsabbiege-Pfeil montiert werden. Obwohl Hein schon ein paar Kreuzungen ins Auge gefasst hat, hält er sie geheim: „Um Debatten im Vorfeld zu vermeiden!“

Mario Zeko, Kronen Zeitung

 krone.at
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