Mo, 11. Dezember 2017

Maut-Flüchtlinge

28.09.2009 18:26

Seenland kämpft gegen Lkw-Verkehr

Die Salzkammergut-Region macht geschlossen mobil gegen den steigenden Lkw-Durchzugsverkehr. Wie berichtet, macht die Flut an Maut-Flüchtlingen Anrainern entlang der Wolfgangseestraße zu schaffen. Bürgermeister und Gemeindevertreter stehen hinter der Bürgerinitiative, die eine Tonnage-Beschränkung fordert.

In 27 Gemeinden im ganzen Salzkammergut formieren sich Bürgerinitiativen gegen die Transitroute durchs Seenland. Denn immer mehr Schwertransporter nutzen die Wolfgangseestraße als „Abschneider“, um von der Phyrnautobahn (A9) auf die Westautobahn zu gelangen. Vor allem aber, um sich die teure Lkw-Maut zu ersparen.

„Das Salzkammergut ist kein Lkw-Durchzugsland“, sagt Silvester Leitner, Sprecher der Bürgerinitiative, die für die Bundesstraßen nun eine 3,5 Tonnen-Beschränkung für Lkws fordert. „Ausgenommen ist der Ziel- und Quellverkehr.“

Störverkehr hat zugenommen
Rückenwind bekommt er aus den Gemeindeämtern. Josef Weikinger, Bürgermeister von Strobl: „Der Störverkehr ist stark und man hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Die Maut-Flüchtlinge müssen weg!“ Engelbert Leitner, Gemeindeverteter in Fuschl: „Der Schwerverkehr ist ein Problem. Wir stehen geschlossen hinter der Bürgerinitiative!“

Derzeit wird eine Verkehrszählung des Landes ausgewertet, die über die Sommermonate durchgeführt wurde. Messungen von Leitner haben gezeigt: Zwischen 2005 und 2009 hat der Lkw-Verkehr zwischen St. Gilgen und Strobl um 44 Prozent zugelegt.

von Max Grill („Salzburger Krone“)
Symbolbild

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