So, 25. Februar 2018

900 Beratungen:

08.02.2018 16:04

Drei Engel für Halleins Jugendliche

Über Facebook oder Whatsapp melden, eine SMS senden oder in der Nacht kurz anrufen. Die drei Engel von Streetwork Hallein melden sich garantiert – und helfen Jugendlichen mit ihren Alltags-Problemen. "Streetwork Hallein hat sich als erstes Projekt dieser Art außerhalb der Landeshauptstadt etabliert", sagte Soziallandesrat Heinrich Schellhorn heute bei einem Besuch bei Streetwork Hallein.

„Jugendlichen ist es wichtig, dass sie uns nahezu täglich und rund um die Uhr kontaktieren können, auch über die neuen Medien wie Facebook oder Whatsapp", erkennt Markus Brunnauer das Um und Auf beim Streetwork. Brunnauer leitet das Streetwork Hallein. Er und seine beiden Kolleginnen Iris Brandstetter und Caroline Braschel sind die drei Engel von Hallein und leisteten im Vorjahr für etwa 200 Jugendliche rund 900 Beratungen.

"Die Jugendlichen brauchen nur anrufen oder eine SMS senden, auch in der Nacht oder am Sonntag. Wir melden uns bei ihnen", so Brunnauer. "Falls sie kein Guthaben auf ihrem Handy haben, brauchen sie es nur klingeln lassen, wir rufen zurück. Sie müssen auch nicht zu uns kommen. Wir können uns überall mit ihnen treffen."

Sorgen machen Brunnauer zwei aktuelle Entwicklungen: "Drogenkonsum und seelische Erkrankungen sind wieder verstärkt ein Thema", weiß Brunnauer aus 15 Jahren Erfahrung zu berichten.

Auch gemeinsame Aktivitäten sind Teil der Betreuungsarbeit. Graffiti-Workshops,  Kletterkurse, gemeinsame Fotoprojekte oder zusammen Eislaufen gehen – hier können Jugendliche kurz ihre Sorgen vergessen, Gemeinschaft genießen und das Vertrauen zu ihren Betreuerinnen und Betreuern festigen. Insgesamt betreute Caritas Streetwork im Jahr 2016 rund 2200 Jugendliche im Tennengau, Pongau und Pinzgau.

Streetwork Hallein hat sich als erstes Streetwork-Projekt außerhalb der Landeshauptstadt etabliert und ist heute unverzichtbar. „Wir arbeiten daran, weitere Gemeinden zu überzeugen, diesem Beispiel zu folgen", sagt Schellhorn. Das Projekt begleitet er seit 2002. Damals war Heinrich Schellhorn als Halleiner Stadtrat zuständig, und heute gehört wieder die Kinder- und Jugendhilfe zum Tätigkeitsbereich des Soziallandesrats. "Streetwork ist eine wichtige Präventionsmaßnahme, um jungen Menschen zu helfen, wo sie Unterstützung am Nötigsten brauchen: in ihrem Lebensalltag."

Besonders beliebt sind gemeinsame Kochabende und im Vorjahr das Kunstprojekt. Unter dem Motto "Mein Lieblingsplatz in Hallein" wurden 29 Bilder der jugendlichen Künstlerinnen und Künstler ausgestellt und prämiert. Die Streetworker verteilten 50 Einwegkameras. Die Jugendlichen konnten damit ihren Lieblingsort in Hallein fotografieren, Einblicke in ihre Lebenswelt geben und diese präsentieren. Ausgewählte Fotos wurden im Halleiner Ziegelstadel ausgestellt.

Öffnungszeiten sind am Montag, 18.00 bis 20.00 Uhr, und am Donnerstag, 16.00 bis 18.00 Uhr, Beratungszeiten am Mittwoch, 14.00 bis 16.00 Uhr und nach Vereinbarung.

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