So, 18. Februar 2018

IT-Kräfte gesucht:

08.02.2018 19:00

Ein Berufsbild mit falschem Vorurteil

Es ist die boomende Branche und in Salzburg noch im Hintertreffen: Am IT- und Technik-Sektor sind akut 400 Stellen offen, ausgebildete Fachkräfte aber schwer zu finden. Auch, weil das Fachgebiet der IT mit dem Voruteil der "Nerds" zu kämpfen hat - zu Unrecht! Die FH Salzburg steuert nun dagegen: Studiengänge werden ausgebaut und sogar mit  gut bezahlten Nebenjobs im Paket angeboten. Ein Novum.

Gerhard Jöchtl weiß wovon er redet: Seit 20 Jahren ist der gelernte Elektrotechniker  an der FH Salzburg engagiert, hat  den Studiengang Informationstechnik und System-Management (ITS) mit aufgebaut.
Über Jahre eher im Hintergrund wahrgenommen ist gerade diese Ausbildung in den vergangenen Jahren zum Brennpunkt geworden. Der IT-Fachkräftemangel ist ein großes Thema.

Die FH Salzburg baut daher aus: Im Bereich Informationstechnik gibt es derzeit 90 Anfängerplätze (55 Vollzeit, 35 Berufsbegleitend), ein neuer Studiengang im Bereich Wirtschaftsinformatik startet ab diesen Herbst mit zusätzlichen 20 Plätzen. „Wir könnten aber   mehr noch  aufnehmen.“
Dabei will Jöchtl mit einem Vorurteil aufräumen: „Der IT-Beruf hat fälschlicherweise das Image des Nerds, dabei finden sich gerade hier hochspannende Themen und kreative Tätigkeiten. Leider lassen sich junge Leute durch Gebiete wie Mathematik, Physik, Informatik oft abschrecken.“

Ein Weg: „study. work. support“ – ein Programm, das die Fachhochschule mit 14 Salzburger Leitbetrieben – neben Industrie-Betrieben auch Stiegl oder Red Bull –  ins Leben gerufen hat. Die Studenten bekommen neben der Ausbildung einen Job, elf Wochenstunden, mit 680 Euro Gehalt, einen Wohnkostenzuschuss von 120 Euro pro Monat sowie die Rückerstattung der Studiengebühren.
Jöchtl: „Ein  gutes Angebot. Die Firmen nehmen viel Geld in die Hand für den IT-Nachwuchs.“ 20 Studenten haben das Angebot bereits wahrgenommen. „Die Rekrutierung von Fachkräften  ist ein Schlüsselfaktor für  Salzburg“,  so Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Max Grill
Max Grill
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