Sa, 24. Februar 2018

Olympia-Erinnerungen

08.02.2018 09:02

Nagano 1998: „Maier hat mein Feuer entfacht“

Angesprochen auf die erste Olympia-Erinnerung, ist die Antwort unserer Athleten in Pyeongchang nahezu einhellig: Hermann Maier in Nagano 1998! Sein Sturz und darauffolgender Doppelsieg waren der Motor für ihre Sportkarrieren.

Eine Sport-Erinnerung prägte sich wie keine andere in das kollektive Gedächtnis unserer aktuellen Olympiamannschaft ein. Es sind Bilder, die die meisten der 105 ÖOC-Athleten in Pyeongchang als Kinder gesehen haben. Verbunden mit Emotionen, die wie ein Motor ihre eigenen Sportkarrieren vorantrieben: Der Sturz ihres damaligen Idols Hermann Maier bei der Olympiaabfahrt von Nagano, der sich am 13. Februar zum 20. Mal jährt.

Als der "Herminator" kopfüber 30 Meter weit durch die Luft flog, mehrere Sicherheitsnetze durchstieß und im Tiefschnee zu liegen kam. "Es hat mich unheimlich fasziniert, als er plötzlich aufgestanden ist", erinnert sich Snowboard-Weltmeister Benjamin Karl, der sich als Kind auf einen Zettel schrieb, was er einmal werden möchte: "Olympiasieger!" Auch bei Adler Stefan Kraft hat sich der Moment eingeprägt: „Ich habe mir gedacht, wenn er jetzt die Goldene macht, dann ist er unsterblich!“ Was dem damals 25-Jährigen gleich zweimal gelang. Am 16. Februar 1998 im Super-G und drei Tage später im Riesentorlauf.

Landertinger: "So ein Viech"
"Es war ein ganz besonderer Spirit, der da auf mich übergesprungen ist", sagt Snowboard-Olympiasiegerin Julia Dujmovits, "Zumal wir immer in der Flachau auf Skiurlaub waren." Rodler Wolfgang Kindl: "Maier hat in dieser Woche mein Feuer entfacht. Kurz darauf habe ich mit dem Leistungssport begonnen und beschlossen: Ich möchte in meinem Sport auch der Beste werden!" Für Biathlon-Olympiamedaillengewinner Dominik Landertinger ist Maier nach wie vor das große Vorbild: "Ich dachte mir: So ein Viech! Allein wenn ich daran denke, zieht es mir die Gänsehaut auf. Bei uns in der Skihauptschule war er tagelang das einzige Thema." Und Snowboard-Freestylerin Anna Gasser: "Ich war damals sechs. Für mich war es wie ein schönes Märchen!"

Anja Richter, Kronen Zeitung

 

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