Di, 24. April 2018

Jahrelang „geübt“

07.02.2018 22:00

Schaltgetriebe: Diese Unsitten können teuer kommen

Wohl jeder kennt das Geräusch, wenn bei einem rangierenden Auto plötzlich das Getriebe kracht. Vermutlich hat der Fahrer einen der klassischen Fehler gemacht, die sein Handschaltgetriebe unnötig schnell altern lassen.

Auch wenn die Automatik seit Jahren auf dem Vormarsch ist, hat das klassische Handschaltgetriebe im Automobil noch lange nicht ausgedient. Trotz der längst ausgereiften Getriebetechnik steckt dahinter eine Mechanik, die noch immer nach ein wenig Fingerspitzengefühl verlangt.

Grundsätzlich getriebeschonend ist ein präziser und aufmerksamer Fahrstil. Unter anderem sollte bei Gangwechseln der Schaltknüppel exakt und locker geführt werden. Außerdem ist darauf zu achten, die Kupplung sowohl zügig als auch vollständig durchzutreten. Der Schaltvorgang sollte kurz sein und das Einlegen höherer Gänge bei moderater aber nicht hoher Motordrehzahl erfolgen. Wer sich darüber hinaus eine vorausschauende Fahrweise angewöhnt, kann die Zahl der Gangwechsel verringern. Auch niedertouriges Fahren ermöglicht eine schaltfaulere Fahrweise.

Hand runter vom Schaltknauf!
Ebenfalls empfiehlt es sich, während der Fahrt beide Hände am Steuer zu behalten, statt die rechte Hand auf dem Schaltknüppel ruhen zu lassen. Diese häufig zu beobachtende Unsitte provoziert einen fortwährenden Druck der Schaltgabel auf die Schaltmuffe, was bei Handschaltern mit Schaltgestänge einen schnelleren Verschleiß herbeiführen kann.

Ein anderes typisches Fehlverhalten ist das Warten an Ampeln mit eingelegtem ersten Gang und durchgetretener Kupplung. Einen zeitlichen Vorteil wird man sich dadurch kaum verschaffen können. Dafür leidet jedoch das Ausrücklager, da bei durchgetretenem Kupplungspedal die Kupplungsfeder auf diesem lastet. Stattdessen schaltet man an Ampeln stets in den Leerlauf und nimmt den Fuß von der Kupplung.

Vermeiden sollten Autofahrer auch einen übereifrigen Wechsel in den Rückwärtsgang. Gerne wird dieser in Eile eingelegt, während das Auto noch vorwärtsrollt. Die führt allerdings zu einer abrupten Umkehr der Getriebedrehrichtung, was sich negativ auf Wellen und das Differenzial auswirken kann.

(SPX)

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