Fr, 20. April 2018

Alternative gefordert

06.02.2018 14:49

400 Bürger auf Straße: Protest gegen Bahnprojekt

Auf die Straße gingen am Montagnachmittag die Gegner der geplanten Bahnschleife in Wulkaprodersdorf. Schon jetzt fühlen sich die meisten Bewohner durch vier hochrangige Straßen, der Mülldeponie des Landes und einer Kläranlage für 27 Gemeinden in der Lebensqualität beeinträchtigt.

„Gemeinsam ein Zeichen setzen“ – so lautete das Motto der gestrigen Demo. Blockiert wurden ab 16 Uhr die Straßen dort, wo im Zuge der Bahnschleife ein Kreisverkehr für die B 16 und B 50 in acht Metern Höhe errichtet werden soll. „Unsere Protestkundgebung soll zeigen, wie es künftig wäre, wenn das Projekt umgesetzt wird“, so die Bürgerinitiative. Befürchtet werden Kolonnenverkehr und tägliche Staus, extremer Zeitverlust und erhöhte Unfallgefahr.

200 Demonstranten wurden erwartet, doppelt so viele sind laut Veranstalter dem Aufruf gefolgt. Zur Sprache kamen vor allem die von der Gemeinde mit einem Verkehrsplaner erarbeiteten Lösungsvarianten. „Alle Alternativen hätten dieselben Effekte. Die Kosten für das von uns vorgeschlagene Gesamtprojekt wären sogar niedriger“, teilte Bürgermeister Friedrich Zarits mit. Richard Hermann, Sprecher der Bürgerinitiative:  „Als nächsten Schritt ersuchen wir das Infrastrukturministerium um eine rasche Reaktion auf unseren Brief an Minister Norbert Hofer. Parallel dazu wollen wir mit den Verantwortlichen im Land und der Stadt Eisenstadt Gespräche führen.“

Karl Grammer, Kronen Zeitung

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