Mi, 22. November 2017

Nach Protesten

26.09.2009 12:50

Auch Muslime durften Black-Eyed-Peas-Gig sehen

Nach heftigen Protesten haben auch Muslime ein Konzert der Black Eyed Peas in Kuala Lumpur hören dürfen. Ursprünglich wollte die malaysische Regierung den von der Guinness-Brauerei anlässlich ihres 250. Geburtstags gesponserten Auftritt der Hip-Hop-Band aus den USA für die Gläubigen verbieten, doch aufgrund der allgemeinen Empörung einigte sie sich mit den Veranstaltern auf einen Kompromiss: Frontfrau Fergie musste sich verpflichten, bei dem Auftritt am Freitagabend ihre sexy Kostüme im Schrank zu lassen und muslimische Fans hatten keinen Zutritt zum Alkoholausschank.

Mit ihren Jeans und T-Shirt war Fergie dann züchtiger gekleidet als die meisten der 5.000 Konzertbesucher. Trotz der Einschränkungen zeigte sich Band-Mitgründer will.i.am aber zufrieden mit dem Konzert. "Black Eyed Peas machen Musik für alle. Es ist super, dass alle kommen durften und uns sehen konnten - und wir alle sehen konnten", sagte er.

Malaysia hat ein zweigliedriges Rechtssystem, bei dem Muslime auch nach dem islamischem Recht - der Scharia - bestraft werden können. Allerdings wurden Verstöße bisher nur selten geahndet. Doch eine Reihe von Entscheidungen in jüngster Zeit ließ die Besorgnis wachsen, das südostasiatische Land könnte seine bisherige moderate Haltung aufgeben. So hatte ein islamisches Gericht das 32-jährige Model Kartika Sari Dewi Shukarno im Juli zu sechs Schlägen mit dem Rohrstock und einer Geldstrafe verurteilt, weil sie in einem Hotel Bier getrunken hatte (siehe Infobox). Erst nach weltweiten Protesten gegen das Urteil stoppte die Regierung die Vollstreckung und kündigte eine Überprüfung an.

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