Mi, 21. Februar 2018

Olympiasieger Hoffmann

06.02.2018 09:00

Die größte Qual ist der eigene Körper!

Den aktuellen Enthüllungsbericht über verdächtige Blutwerte bei 313 Medaillen-Gewinnern von Langlauf-Großereignissen nennt er einen „Skandal“ und schüttelt den Kopf über „Meldungen, die immer wieder vor Olympia kommen.“ Aber für Olympiasieger Christian Hoffmann haben sich die Prioritäten ohnehin verschoben.

Bei der Erztrophy am Hochkönig wurde er zuletzt trotz gerade überstandener Krankheit Dritter. Am Wochenende geht es zum Weltcup nach Frankreich. Christian Hoffmann zählt mittlerweile zu den besten Skibergsteigern des Landes. Wo es darum geht, auf Skiern so schnell wie möglich den Berg nach oben zu kommen. Dann im freien Gelände wieder abzufahren, ehe der nächste Anstieg wartet

Langlauf-Olympiasieger
„Aber es geht nicht mehr so leicht wie mit 25“, lacht Hoffmann. Vor allem die Regeneration dauert länger. Im Vergleich etwa zu 2002, als der Mühlviertler in Salt Lake City Langlauf-Olympiasieger wurde oder drei Jahre zuvor in seiner heutigen Heimat Ramsau sensationell Staffel-Gold holte.

„Als Profi geht alles leichter“
Nun aber wird für den 43-Jährigen der eigene Körper in puncto Regeneration zur Qual. „Als Profi geht alles leichter. Du gehst trainieren, musst essen und hast Massage. Alles andere machen Betreuer“, weiß Hoffmann.

2000 Euro im Weltcup
Anders im Skibergsteigen. „Das möchte ich nicht als Beruf haben.“ Stattdessen ist das Quälen bergauf zur Leidenschaft geworden. Passt, denn die Brötchen verdient sich der 43-Jährige in der Skitouren-Entwicklung bei Fischer. Denn vom Preisgeld kann man in seinem neuen Sport nicht leben. 2000 Euro gibt es für einen Weltcupsieg. Die Unterschiede zum Langlauf? „Beim Skibergsteigen herrscht mehr Leidenschaft zum Sport. Das sind gemütliche Typen!“ Die immer mehr werden, Volksläufe boomen.

Markus Neissl
Markus Neissl
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