Di, 12. Dezember 2017

Wo wird gebaut?

23.09.2009 13:53

Fünf mögliche Hochleistungs-Trassen bewertet

Die ÖBB haben im Ringen um eine Trasse für den Bau der Hochleistungsbahn zwischen Salzburg und Attnang-Puchheim die nächste Etappe erreicht. Am Mittwoch und am Donnerstag werden in zwei Flachgauer Gemeinden die fünf geprüften Varianten samt fachlicher Beurteilungen durch die Experten der Öffentlichkeit vorgelegt. Eine Reihung der unterschiedlichen Trassen-Vorschläge gibt es aber nicht.

"Jede Trasse wurde aus fachlicher Sicht auf viele Kriterien (z.B. Raumverbrauch, Umwelt, Verkehrswirkung, Geologie, Kosten oder Lärmbelastung für die Anrainer während der Bauzeit) hin geprüft. Für jedes Kriterium gibt es nun eine einzelne Bewertung, es wurde aber nicht wie bei Schulnoten zusammengezählt und gereiht", sagte ÖBB-Sprecher Johannes Gfrerer.

Gemeinden wollen teure Tunnel-Variante
Die betroffenen Gemeinden haben sich bereits vor gut zwei Jahren auf eine Variante festgelegt, die mit zwei Tunneln auch die teuerste wäre. Aber auch die Anrainer haben Gewichtungen nach verschiedenen Kriterien erstellt, die in Kuverts verschlossen bei einem Linzer Notar hinterlegt sind. "Die werden erst jetzt geöffnet, wenn die fachliche Beurteilung vorgestellt wurde", so Gfrerer. "Dann werden die Anrainer-Gewichtungen über die Fachmeinung gelegt und so soll die definitive Trasse entstehen."

Pläne waren bereits 1999 fertig
Am Projekt der Hochleistungsbahn zwischen Salzburg und Attnang-Puchheim wird schon über zehn Jahre gearbeitet. 1999 hatten die ÖBB aber den betroffenen Gemeinden und Anrainern praktisch fertige Pläne für den vierspurigen Ausbau der Westbahn auf den Tisch geknallt. Das hat insbesondere in Seekirchen, aber auch in anderen Gemeinden zu massivem Protest geführt. Daher wurden die Pläne letztlich zurückgezogen und schließlich in einem Projekt neu begonnen, in das die Anrainer stark eingebunden waren. Eine Finanzierungszusage gibt es für diesen Abschnitt allerdings noch nicht. Die Kosten der fünf Varianten bewegen sich zwischen 1,3 und 1,5 Milliarden Euro.

Bau der Strecke soll in greifbare Nähe rücken
Salzburgs Verkehrsreferent LHStv. Wilfried Haslauer (ÖVP) forderte am Mittwoch, "dass das Trassenauswahlverfahren bis 2010 abgeschlossen wird, das UVP-Verfahren durchgeführt wird und letztlich der Bau der Strecke in greifbare Nähe rückt. Es gilt, mit vereinten Kräften des Landes beim Bund die Aufnahme dieses Projektes in den Rahmenplan so schnell wie möglich zu erwirken."
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden