So, 22. April 2018

Erzbischof war hier

30.01.2018 15:30

Feuer in historischem Hotel

Glimpflich ging am Montagabend ein Brand im Hotel Wisenegg in Obertauern aus: Ein Wäschetrockner im Anbau neben dem Hauptgebäude hatte Feuer gefangen. Eine Urlauberin und zwei Hotel-Mitarbeiter bemerkten den dichten Rauch und versuchten selbst zu löschen. Sie erlitten alle eine leichte Rauchgasvergiftung.

Der Wäschetrockner war in Betrieb, als er gegen 20 Uhr plötzlich wegen eines technischen Defekts Feuer fing. Dichter Rauch breitete sich in der Folge im Hotelanbau, in der die Waschküche untergebracht ist, aus.

Einem Mitarbeiter (60) sowie einer 20-jährigen Salzburgerin, die ebenfalls im Hotel angestellt ist, und einer schwedischen Urlauberin (42) bemerkten den Brand als erste. Alle drei schnappten sich Feuerlöscher, liefen in die Waschküche und versuchten die Flammen einzudämmen. Da sie aber ohne Schutz waren, mussten sie das Gebäude rasch wieder verlassen.

In der Zwischenzeit war die Feuerwehr eingetroffen. „Wir waren mit 15 Mann vor Ort. Ein Atemschutztrupp hat den Trockner herausgebracht“, schildert Einsatzleiter Gerhard Mitsche. Das Gerät wurde abgelöscht, die Waschküche gut durchlüftet.

Der Schaden ist gering, nur der Trockner ging kaputt. Das ist dem mutigen Einsatz der Angestellten und der Schwedin sowie der Feuerwehr, die so rasch vor Ort war, zu verdanken.

Die Urlauberin und die beiden Angestellten erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung. Sie wurden zur Untersuchung zu einem Arzt geschickt, konnten aber gleich wieder entlassen werden.

Im Hotel ist man froh, dass nicht mehr passiert ist. Das Haus, dass der Erzdiözese Salzburg gehört, hat eine lange Geschichte. Erstmals erwähnt wurde das Gebäude im Jahr 1130 als Tauernhospiz. Tauernwirtshaus hieß es um das Jahr 1500 herum. 1558 ging es in den Besitz der Familie Wisenegger über. 1611 war Erzbischof Wolf Dietrich zu Gast. Ab 1818 gab es verschiedene Besitzer, darunter Dr. Karl Wurmb, den Erbauer der Tauerneisenbahn.

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