Do, 26. April 2018

In der Wildnis

30.01.2018 09:23

„Diese Frigga ist einfach der Wahnsinn!“

Der Winter kann in den verschneiten Bergen rasch lebensbedrohlich werden. Wie man sich in Notsituationen dann richtig verhält, das zeigen Barbara und Hannes Pichler in den Hohen Tauern.

Früher war das Leben in den Bergen sehr viel härter, weiß Hotelier Hannes Pichler, der mit seiner Ehefrau Barbara die Nationalparklodge Großglockner mitten im Zentrum von Heiligenblut betreibt und auch touristisch neue Wege beschreitet: „Es gab früher kaum Infrastruktur und in die tief winterlichen Berge hinaus gingen wirklich nur jene, die nicht anders konnten, etwa Jäger oder Holzfäller.“ Heute ist unsere Bergwelt perfekt erschlossen und für viele zum Spielplatz geworden.

„Doch in Notsituationen kann das über Generationen überlieferte Wissen unserer Vorfahren auch heute noch helfen und wir wollen das, was wir von unseren Großvätern und Vätern gelernt haben, unseren Urlaubern weiter geben“, erzählt Hannes, während er seine Schneeschuhe anzieht.

Kurz darauf finden wir uns in einer völlig anderen Welt wieder. „Nicht so schnell!“, bremst uns Barbara gleich ein, während wir völlig begeistert durch den Winterwald springen: „Man sollte nicht schwitzen, weil man seine Kleidung nur sehr schwer trocknen kann.“

Bei Barbara und Hannes merkt man sofort, dass sie genau wissen, was zu tun ist: „Wir sind beide Jäger und deshalb sehr viel in den Bergen unterwegs, auch auf Expeditionen und natürlich haben wir dabei viele Selbsterfahrungen gesammelt.“

Ganz anders ihre Gäste: „Wo sind wir?“, fragt Vreni, die vor lauter Begeisterung völlig die Orientierung verloren hat. „Ist man in einer unbekannten Gegend unterwegs, ist es deshalb wichtig, sich öfters umzudrehen und sich den Weg zu merken“, so Hannes Pichler, der uns unterwegs viel über die Natur des Nationalparks Hohe Tauern und dessen Tierwelt erzählt. Plötzlich stoppen die beiden Heiligenbluter unsere Winter-Schneeschuhwanderung: „Hier schlagen wir unser Lager auf!“ Lager? Mitten im Schnee?

Jeder erhält eine Aufgabe: Vreni muss trockenes Moos für das Feuer suchen, Barbara bereitet die Feuerstelle vor, während Judith und Hannes mit der Axt losziehen, um Brennholz zu beschaffen. Zum Glück sind wir gut vorbereitet. Wie früher die Jäger und Holzfäller, denn eine gute Vorbereitung ist für Wildnis-Abenteuer unbezahlbar.

Barbara wählt die Stelle für das Feuer mit Bedacht aus: „Auf keinen Fall unter Bäumen, denn durch die Wärme würde der Schnee auf den Ästen schmelzen und wir würden im Regen sitzen.“ Schon kurz darauf knistert es bereits und die Jägerin sorgt bei ihren durchgefrorenen Gästen für breites Grinsen, als sie Speck, Käse und Eier aus ihrem Rucksack holt. „Wir machen uns eine Frigga!“

Spätestens jetzt ist der ganze Alltagsstress verschwunden und wohl auch jede Diät vergessen. „Man merkt den Gästen richtig an, wie sie draußen ’runter kommen und ruhiger werden“, erzählt Hannes, während die Frigga am Feuer brutzelt. Gegessen wird direkt aus der Pfanne. „Ein absoluter Wahnsinn“, schwärmt Judith: „So gut!“

Hannes Pichler: „Unsere ,Into the Wild‘-Entdeckungstouren begeistert unsere Gäste im Winter wie auch im Sommer.“ Einfach ausprobieren. Von der „Berg Krone“ gibt es ein großes „Daumen hoch“.

Infos und Buchungen

www.nationalparklodge.at

Hannes Wallner
Hannes Wallner
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