Sa, 21. April 2018

Prozess in Innsbruck

26.01.2018 12:09

„Silvester-Grapscher“ freigesprochen

Es war die „Schande von Innsbruck“! Mindestens 18 Frauen wurden in der Silvesternacht 2016/17 von einem dreisten Sex-Mob mitten in der Tiroler Landeshauptstadt etwa auch im Intimbereich begrapscht. Mehrere Verdächtige wurden danach ausgeforscht, nur einer saß letztlich in Innsbruck vor Gericht.

25.000 Partytiger tanzten am 31. Dezember 2016 auf dem Marktplatz mitten in der Stadt ausgelassen ins neue Jahr. Für zumindest 18 Frauen endete die Feier aber mit einem Albtraum: Sie wurden – in der Masse unbemerkt – von Männern umzingelt, geküsst und am Gesäß, an den Brüsten und im Intimbereich begrapscht. Die Täter tauchten nach den Attacken unter.

Obwohl nach der Auswertung der Videoüberwachung mehrere Verdächtige ausgeforscht wurden, gelang es nicht, den Männern eine konkrete Tat zuzuordnen. Vor allem deshalb, weil sie von den Frauen, die meist von hinten begrapscht wurden, nicht eindeutig als Täter identifiziert werden konnten. Die Ermittlungen wurden daher eingestellt.

Opfer in Schritt gefasst
Bis auf jene gegen einen 20-jährigen Asylwerber aus Afghanistan. Der Mann soll eine Deutsche (25) am Arm gepackt, zu sich gezogen und ihr in den Schritt gefasst haben. „Ich war dort, habe aber nichts Unanständiges gemacht“, rechtfertigte sich der Installateur-Lehrling, obwohl das Opfer und eine Freundin ihn identifizierten und mit dem Handy gefilmt hatten.

Weil die Angaben der beiden Frauen vor dem Schöffensenat aber widersprüchlich waren und das Opfer sich nur zu 85 Prozent sicher war, dass der Angeklagte ihr in den Schritt gefasst hatte, erging ein Freispruch.

Samuel Thurner
Samuel Thurner

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