Sa, 18. November 2017

Kanal nicht bezahlt

19.09.2009 10:58

FPÖ-Bürgermeister kurz vor Wahl unter Beschuss

Das wünscht sich kein Bürgermeister so kurz vor der Wahl: Der Prüfungsausschuss der Gemeinde Steinhaus im Bezirk Wels-Land übt massive Kritik an FP-Ortschef Harald Piritsch, der ausgerechnet für das Bauernhaus seiner Frau keine Kanalanschlussgebühren und keinen Verkehrsflächenbeitrag für die Zufahrtsstraße vorgeschrieben haben soll.

„Da will man mich so kurz vor der Wahl noch durch den Kakao ziehen, und dabei beschmutzt man das Ansehen meiner Frau“, ärgert sich der unter Beschuss geratene Piritsch. Denn seine Gattin ist Eigentümerin des gemeinsam bewohnten Bauernhauses und wird deshalb der verabsäumten Zahlung beschuldigt.

Konkret geht es um 7.821 Euro für den Kanalanschluss und 2.442 Euro für die Zufahrtsstraße. Die Vorschreibung dafür hätte schon in den vergangenen zweieinhalb Jahren erfolgen sollen – und dafür ist der Ortschef zuständig.

Dies kritisierte diese Woche der Prüfungsausschuss in seiner nicht öffentlichen Sitzung, deren Bericht der „OÖ-Krone“ vorliegt. Darin erklären die Anwesenden, dass sie „keine Liste vorlegen können, in der Akte erfasst sind, in denen der Bürgermeister mit der Vorschreibung der Kanalanschlussgebühr ebenso in Verzug ist wie bei Brigitte Piritsch“.

Harald Piritsch wehrt sich: „Die Ausschussmitglieder können unmöglich alle Akten geprüft haben. Es gibt genug Beispiele, wo die Vorschreibung länger dauert. Das ist ganz normal.“ Zudem sei er wegen eines Motorradunfalls längere Zeit im Krankenhaus gewesen, was die Sache noch verzögert hätte. „Inzwischen hat meine Frau das Geld auch schon überwiesen“, betont er abschließend.

"OÖ-Krone"
Symbolbild

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