Do, 26. April 2018

Aus Syrien entkommen

24.01.2018 11:25

Flüchtling überwies Geld an Islamischen Staat

Eigentlich flüchtete die heute 38-Jährige mit ihrem Mann und fünf von sechs Kindern im Jahr 2015 von Syrien nach Österreich, um Schutz zu suchen. Doch: Offensichtlich fand sie Gefallen am IS und griff ihm finanziell unter die Arme. Sie sitzt nun in der Justizanstalt Graz-Jakomini in Untersuchungshaft.

2015 beschloss die Syrerin, die Flucht aus ihrem Heimatland anzutreten. Das machte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann und fünf ihrer sechs Kinder. Sie reiste nach Österreich ein, wo sie auch ein siebentes Kind zur Welt brachte. Zuletzt fand sie in Gleisdorf Unterkunft. Doch, wieso auch immer, fand sie Gefallen am Islamischen Staat. Um die Terrororganisation von Österreich aus zu unterstützen, überwies sie über einen amerikanischen Bargeldtransfer-Anbieter Geld an einen Finanzierer des IS in der Türkei.

Das blieb jedoch nicht unbemerkt, die Polizei kam ihr auf die Schliche. In den Einvernahmen verstrickte sich die Syrerin in große Widersprüche. Vorerst behauptete sie, die finanziellen Mittel hätten ihrem Schwager zugute kommen sollen. Doch als sie dessen Namen nicht nennen konnte bzw. sogar unterschiedliche angab, war klar, dass die Geschichte nicht stimmen konnte.

Am 17. Jänner diesen Jahres erfolgte ihre Festnahme, seitdem sitzt die Frau aus Raqqa in der Justizanstalt Graz-Jakomini und erwartet ihren Prozess.

Monika Krisper
Monika Krisper

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