Mo, 23. April 2018

Skandalöser Wechsel

22.01.2018 13:34

Trotz Vergewaltigung: Türkischer Klub holt Robinho

Am Dienstag soll der Vertrag unterschrieben werden. Robinho, das einstige brasilianische Supertalent, der als Pele-Nachfolger gehandelt wurde, wechselt in die türkische Süper Lig. Und das zwei Monate nach seiner Verurteilung wegen Vergewaltigung.

Robinho versucht es also noch einmal im Ausland und zwar in der Türkei, beim achtplatzierten Sivasspor. Der Verein war 2009 Vizemeister, zuletzt belegten sie den 16. Platz in der Liga. Interessant ist aber weniger die Tatsache, dass der einstige Weltstar von Mineiro zu Sivaspor wechselt, sondern vielmehr der Umstand, dass er dies nach einer Verurteilung tut, die in Europa für zahlreiche Schlagzeilen sorgte.

Im November wurde Robinho in Mailand wegen Vergewaltigung zu neun Jahren Haft verurteilt. Er bestreitet die Vorwürfe. Im Jänner 2013 soll Robinho, damals beim AC Milan unter Vertrag, in einer Disco in Mailand eine damals 22-jährige Albanerin vergewaltigt haben. Insgesamt fünf Männer sollen an der Vergewaltigung beteiligt gewesen sein.

Robinho legte Berufung ein
Robinho legte Berufung gegen das Urteil ein, Brasilien lehnte die Ausführung der Bestrafung ab. Ein Auslieferungsverfahren würde erst nach einem Urteil der letzten Instanz eingeleitet werden. Bereits im Frühling war Robinho von einer anderen Frau der Vergewaltigung bezichtigt worden. Diese Anklage wurde aber wieder fallengelassen. Robinho lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Sao Paulo. 

Robinho wird in drei Tagen 34 Jahre alt, einst war er bei seinem Stammklub Santos als "Nachfolger von Pele" gehandelt worden. Nach Real Madrid, Manchester City, AC Milan, einem Abenteuer in China und Atletico Mineiro verlässt er Brasilien wieder, sehr zur Freude der Sivaspor-Fans. Zumindest derer, die noch nicht über seine Verurteilung erfahren haben oder denen das egal ist. Sivasspor teilte am Montag mit, dass eine grundsätzliche Einigung bestehe und der Ex-Profi von Real Madrid am Dienstag zur Unterschrift erwartet werde.

krone Sport
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