Mo, 23. Oktober 2017

Senator ist pleite

17.09.2009 10:29

„Messekönig“ ist mit 15 Millionen Euro im Minus

Der Pleitegeier kreist über dem Senator: Arnold Henhapl (67), der Salzburg als Messestandort etabliert hat, hat am Dienstag den Insolvenzantrag gestellt. Am Mittwoch wurde das Verfahren eröffnet, 45 Gläubiger sind betroffen. Passiva: Knapp 15 Millionen Euro! Jetzt soll sein Schloss Sighartstein bei Neumarkt versteigert werden.

1992 gelang Arnold Henhapl der große Coup, als er seine 1969 gegründete Gesellschaft „Contact Fachmessen“ um ein Vermögen an Reed-Messen verkaufte. Zuvor hatte er Salzburg, und auch ganz Österreich, international als Messestandort etabliert und sich auf europäischem Parkett eine guten Namen gemacht. Von dem Geld kaufte er das Schloss Sighartstein in Neumarkt am Wallersee und versuchte sich danach - eher erfolglos - als Eigentümer beim Privatsender „Radio Melody“.

"Konten bereits seit Jahren gesperrt"
Jetzt ist Henhapl Pleite. Am Mittwoch wurde das Konkursverfahren eröffnet. Insgesamt stehen Passiva von rund 15 Millionen Euro zu Buche. 4,7 Millionen davon fallen auf die 1991 gegründete Holding, 9,6 Millionen auf Henhapl persönlich. „Bereits seit Jahren sind die Konten der Holding gesperrt“, berichtet Elisabeth Eppich vom Kreditschutzverband 1870.

Klaus Zuckerstätter vom Alpenländischen Kreditorenverband: „Laut Antrag ist die Insolvenzursache, dass nach dem Verkauf des Graphiadruckgebäudes kaum mehr Umsätze gemacht wurden.“
Jetzt sollen die drei restlichen Liegenschaften, neben Sighartstein ein Büro-Gebäude beim Messezentrum und eines in Salzburg-Gnigl, zwangsversteigert werden.

von Max Grill, "Salzburg Krone"

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