Do, 18. Jänner 2018

Nomen est omen

17.09.2009 10:24

Kevins und Mandys haben schlechte Karten

Kinder mit den Vornamen Connor, Jack, Chelsea oder Courtney sind besonders schlimm, glauben britische Lehrer einer vergangene Woche veröffentlichten Umfragen zufolge zu wissen. Eine am Mittwoch von der Universität Oldenburg präsentierte Studie zeigt nun, dass es auch im deutschsprachigen Raum gewisse Ressentiments seitens der Lehrer gegenüber bestimmten Vornamen gibt.

Für die Studie wertete die Oldenburger Erziehungswissenschaftlerin Prof. Astrid Kaiser 500 Online-Befragungen von Lehrern aus. Das Ergebnis: Die Namen Charlotte, Sophie oder Marie klingen in den Ohren von Lehrern wesentlich leistungsstärker als Chantal, Mandy oder Angelina. Schon der Name könne somit entscheidend sein für die späteren Bildungschancen, denn Grundschullehrer nähmen ihre Schützlinge alleine dadurch positiv oder negativ wahr.

Als eher freundlich und leistungsstark klingen im Bewusstsein von Pädagogen auch Hannah, Alexander, Maximilian, Simon, Lukas oder Jakob. Etwas schlechtere Karten hätten neben Chantal, Mandy und Angelina Buben mit Vornamen Kevin, Justin und Maurice. Besonders Kevin werde als "verhaltensauffällig" wahrgenommen.

Nach Angaben von Kaiser assoziiert der überwiegende Teil der Lehrer Persönlichkeitsmerkmale zu Namen. Nur ein geringer Teil halte kritische Distanz. "Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, Pädagogen stärker für die Gefahr solcher Vorurteile zu sensibilisieren", sagte Kaiser nach einer Mitteilung der Universität.

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