Di, 21. November 2017

Vom Wind verweht

15.09.2009 19:15

Ballon-Kopilot schildert Irrfahrt nach Afrika

Unter den 16 Startern der Gasballon-Weltmeisterschaft in Genf ist auch ein Team aus Österreich dabeigewesen. Von der Schweiz aus erreichten sie rasch französischen Luftraum. Über der Rhone jagten sie in 500 Meter Höhe mit einem Tempo von 103 Kilometern pro Stunde dahin. Eine Laune der Natur wehte das Duo aber übers offene Meer nach Afrika! Der Kopilot aus Niederösterreich , Nikolaus Binder, schilderte der "Krone" die Rekordfahrt.

Als das Duo über dem offenen Wasser auftauchte, drehte der Wind auf Süden. Statt nach Portugal trieben die Staatsmeister im Gasballonfahren in einen endlosen blauen Horizont hinein. Wie in einer Nussschale schweben der Niederösterreicher und sein Pilot Gerald Stürzlinger in dem 1,60 Meter langen und 1,30 Meter breiten Korb 37 endlose Stunden über dem Mittelmeer.

Ihre einzige Möglichkeit zu steuern ist, die Höhe zu ändern: "Wir können Ballast abwerfen, dann steigen wir, oder, um zu sinken, Gas ablassen", schildert der 46-jährige Mödlinger.

Flaute beschert Ballonfahrern eintägige Zwangspause
Während einer zusammengekauert schlief und die Füße durch ein Klappe in der Korbwand ins Freie steckte, kontrollierte der Zweite die Wetterdaten, hielt Verbindung mit der Bodencrew via Satellitentelefon oder überprüfte die Notausrüstung.

Groß daher die Erleichterung, als Afrika in Sicht war. "Doch dann kam eine Flaute, und wir standen einen halben Tag lang vor dem Land still", so Binder weiter. Nach der Landung in Algerien ging es per Traktor ins Hotel. Dank der guten Unterstützung der Behörden – die beiden hatten ja keine Visa – konnten die Abenteurer nach zwei Tagen wieder nach zurück nach Österreich – allerdings in einem Flugzeug.

von Florian Hitz und Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung
Symbolbild

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