Di, 21. November 2017

In Lebensgefahr

14.09.2009 16:52

Brücke akut einsturzgefährdet

Gefahr in Verzug und höchste Lebensgefahr für die Arbeiter, die schon seit einer Woche im Sanierungseinsatz gestanden sind: Das ist das alarmierende Ergebnis einer genauen Untersuchung jener Brücke, die in der Reichenhaller Straße in der Stadt Salzburg über den Almkanal führt. Nach der Totalsperre droht jetzt ein echtes Verkehrschaos.

Ab sofort kommen auf Salzburgs staugeplagte Autofahrer noch schwerere Zeiten zu. Denn seit Montag ist nicht nur das Neutor während der Nacht, sondern auch noch die Reichenhallerstraße gleich nach der Abzweigung vom Hildmann-Platz komplett gesperrt.

Dort führt – kurz vor der Ausfahrt der Mönchsberggarage und eher schwer zu erkennen – eine kleine Brücke über den Almkanal, die im Zuge der seit einer Woche laufenden Sanierungsarbeiten ebenfalls hergerichtet werden sollte.

Alarmstufe Rot
Bauarbeiter hatten dabei Probebohrungen durchgeführt - und die sorgten für Alarmstufe Rot! Ein Gutachter wurde beauftragt und dieser stellte fest, dass "die Brücke eine mangelhafte Standsicherheit aufweist, da ihr Gewölbe kein ausgebildetes Fundament besitzt". Was im Klartext so viel heißt wie: höchste Einsturzgefahr! Denn der Experte fand als Stützkonstruktion nur Holzpfähle vor, bei denen gar nicht fest steht, aus welcher Zeit sie stammen.

Arbeiter seit Tagen in Lebensgefahr
Was die Arbeiter unter der Brücke seit Tagen in akuter Lebensgefahr schweben ließ, stellt jetzt die Verkehrsplaner vor eine weitere Herausforderung. Denn ein paar Meter weiter laufen ja gerade die Arbeiten im Neutor, das jede Nacht ab 21 Uhr total gesperrt wird. Der Obusverkehr wurde bisher während dieser Zeit umgeleitet. Und zwar ausgerechnet über die Reichenhaller Straße.

Busse werden umgeleitet
"Die Linie 4 ist von der Sperre ganztägig betroffen. Unsere Obusse werden über die Hübnergasse in die Reichenhallerstraße bzw. Augustinergasse umgeleitet", erklärt Karin König von der Salzburg AG. In der Nacht, wenn das Neutor dichtgemacht wird, müssen auch die Linien 1, 8 und 10 ausweichen. Sie fahren über Aiglhof, Lindhofstraße und Mülln. Dauer der Sperre: zwei bis drei Wochen. Ausgenommen sind Radfahrer und Fußgänger.

von Gernot Huemer, Kronen Zeitung
Bild: Manuel, einer der Arbeiter, die an ihrem Arbeitsplatz in Lebensgefahr schwebten.

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