Mi, 17. Jänner 2018

Befragung vor Babymord

11.01.2018 06:00

Emilia erzählte Eltern von „Zauberspielen“ mit Opa

Derzeit steht es Aussage gegen Aussage: Während die vierjährige Emilia behauptet, von ihrem Großvater - einem honorigen Ex-Botschafter - sexuell missbraucht worden zu sein, streitet der Beschuldigte weiterhin alles ab. Wie die "Krone" erfuhr, befragten die Eltern selbst bereits am 1. Jänner des Mädchen zu den Vorwürfen - und nahmen dies auf Video auf.

Die 24-minütige Aufnahme entstand in der Wohnung der Familie. Darin spricht das vierjährige Mädchen unter anderem von "Zauberspielen" mit dem Opa. Aus der "Familieneinvernahme" geht aber auch hervor, dass schließlich der Vater weiter mit der kleinen Emilia sprach, "weil meine Frau ihr derartige Suggestivfragen stellte, dass selbst ich oder der Weihnachtsmann als Täter infrage kommen könnten". Zugleich betont der Pilot aber auch jetzt noch gegenüber der Polizei, "dass ich meiner Tochter glaube".

Deutlich skeptischer zeigt sich da freilich der Anwalt des Beschuldigten, Rudolf Mayer: "Diese vagen Angaben sind meiner Meinung nach für einen dringen Tatverdacht nicht ausreichend. Es gibt keinerlei Sachbeweis, das Kind ist nicht verletzt."

Mutter alarmierte Behörden und Rettung
Fakt ist: Am 2. Jänner alarmierte schließlich die zweifache Mutter - sie wurde im Kindesalter auf den Philippinen selbst missbraucht - Behörden und Rettung. Sie wurde darauf mit dem Mädchen und dem kleinen Theodor ins SMZ Ost eingeliefert - dort nahm das Drama seinen Lauf. Wie ausführlich berichtet, erstickte die 37-Jährige den acht Monate alten Bruder von Emilia und versuchte anschließend, sich selbst das Leben zu nehmen. Die Frau befindet sich seither in einer psychiatrischen Klinik.

Der schwer beschuldigte Großvater sitzt in U-Haft. Justiz und Polizei müssen nun klären, was genau in den Weihnachtsferien passiert ist.

Florian Hitz und Christoph Budin, Kronen Zeitung/krone.at

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