Fr, 20. April 2018

Enkelin missbraucht?

10.01.2018 11:39

Ex-Botschafter in Haft: „Nur Aussage von Mädchen“

Er soll seine eigene Enkeltochter, die vierjährige Emilia, sexuell missbraucht haben und sitzt dafür jetzt in Untersuchungshaft. Jener Ex-Botschafter, dessen Schwiegertochter im Zuge einer Verzweiflungstat Anfang Jänner ihren erst acht Monate alten Sohn Theodor erstickt und danach einen Selbstmordversuch begangen hatte, weist die schweren Vorwürfe gegen ihn jedoch vehement zurück. Das Mädchen sei nicht glaubwürdig.

Der "Krone"-Bericht über das dunkle Geheimnis des Babymordes im Wiener Donauspital schlägt hohe Wellen, die möglichen Hintergründe der Verzweiflungstat machen fassungslos. Ausgerechnet der Schwiegervater der Verdächtigen und Großvater der Kinder soll die vierjährige Schwester des kleinen Theodor missbraucht haben.

Befördert statt gefeuert
Brisant: Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen hochrangigen Ex-Botschafter. Seine diplomatische Laufbahn startete der umtriebige Außenamtsmitarbeiter in der hohen Politik. Selbst Gerüchte über diverse Eskapaden und Unregelmäßigkeiten warfen ihn nicht aus der diplomatischen Bahn, sämtliche Beschuldigungen bestritt er stets. Da der schillernde Netzwerker über beste Verbindungen verfügte, wurde er nach einem langen Krankenstand sogar auf einen prestigeträchtigen Posten versetzt.

"Über Anschuldigungen fassungslos"
Doch hinter der Fassade der honorigen Familie aus besten Kreisen soll sich laut Polizei und Justiz ein düsteres Sex-Geheimnis verbergen. Laut seinem Anwalt Rudolf Mayer weist der Verdächtige aber auch jetzt sämtliche Vorwürfe zurück: "Es gibt nur die Aussage des kleinen Mädchens über einen Vorfall - und diese ist unglaubwürdig. 'Mich trifft der Donnerschlag' war seine erste Reaktion über das Drama mit seiner Schwiegertochter und dem Baby. Wegen der Anschuldigungen seiner Enkelin ist er fassungslos!"

Mutter wollte sich mit Kindern vor Straßenbahn werfen
Inzwischen wurde bekannt, dass sich die strenggläubige zweifache Mutter schon vor dem Todesdrama im Spital mit beiden Kindern vor die Straßenbahn werfen hatte wollen. Während sie nun in einer psychiatrischen Klinik behandelt wird, ist der Kindesvater noch mit seiner Tochter im Spital.

Dem in U-Haft sitzenden Ex-Botschafter droht bei einer Verurteilung ein Strafrahmen von einem bis zu zehn - in Verbindung mit schwerer Körperverletzung von fünf bis zu 15 - Jahren Haft, die Mutter könnte bei einer Verurteilung wegen Mordes hingegen lebenslang ausfassen. Allerdings wird es bei ihr wohl mildernde Umstände geben.

Florian Hitz und Christoph Budin, Kronen Zeitung/krone.at

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