Fr, 17. November 2017

„Krone“-Interview

10.09.2009 10:33

Grüne Kandidatin: „Linz muss lebendiger werden“

Die grüne Fraktions-Spitzenkandidatin Eva Schobesberger geht als einzige Frau als Nummer 1 in die Linzer Gemeinderatswahlen am 27. September. Warum sie die Wahl dennoch nicht als Kampf der Geschlechter sieht, ihr das Kulturressort am liebsten wäre, und warum Linz lebendiger werden soll, erklärt sie im „Krone“-Interview.

Sie sind die einzige Frau unter den Linzer Spitzenkandidaten – für Sie ein besonderer Ansporn?
Schobesberger: „Nein, die Wahl ist ja kein Kampf der Geschlechter. Und bei uns haben Frauen eben eine echte Chance.“

Was man auch an Klubobfrau Gerda Lenger sieht.
Schobesberger: „Wir arbeiten sehr gut zusammen, sprechen uns oft ab. Aber bei uns geht’s nicht um Köpfe, sondern stehen Themen im Vordergrund.“

Ist das auch ein Grund, warum Sie nicht als Bürgermeisterin kandidieren?
Schobesberger: „Nein. Aber ich bin relativ unbekannt, deshalb hab’ ich realistisch gesehen keine Chance. Außerdem bin ich überzeugt, dass die Persönlichkeitswahl uns Grünen Stimmen kosten würde.“

Warum peilen Sie eigentlich nicht das Verkehrsressort, das bis jetzt Ihr Vorgänger Jürgen Himmelbauer inne hat, an?
Schobesberger: „Ich war sechs Jahre Büroleiterin bei Jürgen Himmelbauer, dennoch liegt mein Hauptinteresse in der Kultur, und deshalb wäre mir das Kulturressort auch am liebsten. Und da gibt es ja auch genügend zu tun.“

Funktioniert Linz09 aus Ihrer Sicht nicht?
Schobesberger: „Doch, die Kulturhauptstadt hat viele Impulse gegeben. Aber die muss man auch in den nächsten Jahren nutzen. Linz muss bis 2015 viel lebendiger werden – so sollen etwa die Stadtteilprojekte weitergeführt werden. Auch die freie Szene sollte mehr eingebunden werden.“

Das kostet aber alles Geld.
Schobesberger: „Bei der Belebung von Linz darf man nicht sparen – und außerdem profitiert die Stadt ja auch davon.“

Auch in den Westring fließt viel Geld …
Schobesberger: „Ich halte Investitionen in den Individualverkehr für den falschen Weg. Viel wichtiger ist, möglichst rasch eine zweite Straßenbahn-Schienenachse durch Linz zu realisieren. Dass die viel kostet, ist klar. Dafür hat man danach aber ideale Anbindungen durch Öffis.“

"OÖ-Krone"

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