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07.09.2009 09:54

Prozess gegen „Baronin“ wird fortgesetzt

Der spektakuläre Strafprozess gegen eine "Baronin" wegen schweren Betruges wird am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag dieser Woche am Salzburger Landesgericht fortgesetzt werden. Die 55-jährige Angeklagte aus Deutschland soll den im Sommer 2007 in Südafrika verschwundenen Juwelier Friedrich Heisler (67) aus Zell am See um 835.458 Euro gebracht haben. Der Prozess ist am 24. Juli aus formellen Gründen neu gestartet worden. Ein weiterer Termin wurde für 14. September anberaumt.

Im ersten Prozess verhandelte das Gericht von 13. Februar bis 15. Mai. Dann vertagte die Vorsitzende Richterin Lisa Bauer zur Abklärung formeller Fragen mit den deutschen Behörden, die gegen die Baronin wegen Mordes an Heisler ermitteln.

Frist verstreichen lassen
Weil die in der Strafprozessordnung vorgeschriebene Frist, wonach die vertagte Hauptverhandlung innerhalb von zwei Monaten fortgesetzt werden muss, überschritten worden war, beantragte Verteidiger Peter Lechenauer am 24. Juli eine Neudurchführung des Prozesses. Nun wird das gesamte Beweisverfahren samt Zeugeneinvernahmen wieder aufgerollt.

Schwere Vorwürfe
Laut Anklage hatte die "Freifrau" und ehemalige Stasi-Mitarbeiterin mittels herausgelockter Unterschriften rund 170.000 Euro von den Konten des Juweliers behoben. Zudem soll sie aus seiner Villa in Zell am See Schmuck, Bilder und Gegenstände im Wert von rund 560.000 Euro geholt und ihm vor der gemeinsamen Südafrika-Reise einen Porsche um 99.000 Euro herausgelockt haben. Der Juwelier kehrte von dem Urlaub nicht mehr zurück und gilt seither als vermisst. Die "Baronin" war hingegen drei Tage nach der Ankunft in Johannesburg alleine wieder heimgereist.

Angeklagte beteuert Unschuld
Gab sich die Angeklagte, die stets ihre Unschuld beteuerte, in den ersten Prozesstagen wortkarg und klagte über Kreislaufschwäche, ergriff sei am 6. Verhandlungstag am 24. Juli energisch das Wort. Heisler sei alleine in Südafrika eingereist, sein Rückflugticket wäre für November terminisiert gewesen. In seine Villa habe sie gar nicht einbrechen können, weil sie dort polizeilich gemeldet gewesen sei und auch einen Schlüssel gehabt hätte.
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