Do, 23. November 2017

Napoleon-Spektakel

06.09.2009 21:48

7.000 Zuseher bei historischem Event in Golling

Tausende Zuschauer haben am Wochenende in Golling (Tennengau) ein beeindruckendes Kriegsspektakel besucht. Zum 200-Jahr-Jubiläum wurde der Kampfes um den Pass Lueg nachgestellt. Ein Grenadierbataillon aus Sachsen musste dabei leider erkennen, dass es auch in Friedenszeiten diebische Gauner gibt: Eine Kanone war plötzlich verschwunden.

Das Bataillon "Von Spiegel" aus Sachsen, dem in der Nacht zum Sonntag im Feldlager die 500 Kilo schwere, historische Kanone abhanden gekommen war, verstand die Welt nicht mehr. "Ein Unikat, mit dem in Wahrheit niemand etwas anfangen kann!", hofften die Beteiligten auf baldige Rückgabe.

"Positives Echo"
Bis auf den Wehrmutstropfen bzw. Kanonendiebstahl war der Event allerdings ein durchaus gelungener. "Das Echo der Zuschauer war total positiv, auch wenn wir mit mehr Besuchern gerechnet haben", bilanziert Johann Kandler, Obmann der Historischen Struberschützen Golling, die hauptverantwortlich für die Organisation waren.

Kleines Waterloo im Jahre 1809
Zur Geschichte: Der Freihaltung des Pass Lueg hatte Napoleon Bonaparte damals höchste Priorität zugemessen. Umso größer war seine Enttäuschung, als er davon erfuhr, dass die aufständischen Bauern seine Truppen und die Bayern in die Flucht geschlagen hatten. "Sagen Sie mir, ob die Bayern meine Wertschätzung wollen oder meine Verachtung", wird der Franzosenkaiser zitiert, als er von seinem kleinen Waterloo erfuhr.

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