Di, 21. November 2017

Startschuss gefallen

04.09.2009 14:17

Neuer Pass zeigt Herkunft der Lebensmittel

In Niederösterreich ist am Freitag der offizielle Startschuss für den "Elektronischen Produktepass" (EP) gefallen. Das neue System soll im Lebensmittelbereich eine lückenlose Rückverfolgbarkeit der einzelnen Rohstoffe entlang der gesamten Produktionskette ermöglichen. Vorerst gilt das für Getreideprodukte - "vom Feld bis zur Semmel". Eine Ausweitung, etwa auf Fleisch- oder Milchprodukte, ist angedacht.

Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav (ÖVP) sieht im EP "das Marketinginstrument für die Zukunft". Es gehe darum, bei den Kunden mit Qualitätssicherheit und Regionalität zu punkten. Gerade der Lebensmittelsektor sei ein bedeutender Bereich der niederösterreichischen Wirtschaft.

Rückverfolgbarkeit "vom Acker bis zum Tisch"
Agrarlandesrat Stephan Pernkopf (ÖVP) bezeichnete den EP als "Reisepass für Lebensmittel" zur Nachvollziehbarkeit der regionalen Herkunft. Es gehe um eine "effektive Beweisführung" für Konsumenten. Der EP mache eine Rückverfolgbarkeit "vom Acker bis zum Tisch" möglich und sei außerdem ein wirksames Mittel gegen "Schummelprodukte". Pernkopf verwies außerdem darauf, dass das Land Niederösterreich jährlich etwa 7,3 Mio. Euro für qualitätssichernde Maßnahmen im Lebensmittelbereich aufwende.

Im Zusammenhang mit der schwierigen Preissituation im Milch- und Getreidebereich richtete Pernkopf am Freitag auch einen Appell an die Konsumenten, die er als "wichtigste Verbündete" bezeichnete, "wenn es um den Griff ins Regal geht". Die Bauern seien darauf angewiesen, dass zu ihren Produkte gegriffen werde. Was den EP betreffe, gehe er davon aus, "dass auch andere Produktgruppeneinsteigen werden. Wir werden versuchen,  zu motivieren", so der Landesrat.

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