Mo, 18. Dezember 2017

US Open

03.09.2009 12:39

Melzer schlägt Ex-Ranglisten-Ersten Marat Safin

Jürgen Melzer hat am Mittwoch mit einer sehr guten Leistung die Grand-Slam-Karriere von Marat Safin beendet. Der 28-jährige Deutsch-Wagramer rang den früheren Weltranglisten-Ersten und zweifachen Grand-Slam-Sieger Marat Safin nach 2:16 Stunden mit 1:6,6:4,6:3,6:4 nieder und sorgte damit für den ersten rot-weiß-roten Sieg in den Einzelbewerben in Flushing Meadows 2009. Safin bestätigte danach neuerlich, dass er mit Saisonende seinen Schläger ins Eck stellt.

Melzer siegte vor den Augen seiner Freundin Mirna Jukic, die ihn schon seit vier Wochen auf der US-Tour begleitet, im fast vollen Louis-Armstrong-Stadion. Und Safin bestätigte danach neuerlich, dass er heuer nur noch fünf Turniere spielen wird und dann aufhört. "Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, das war ein Match wie jedes andere. Auf dem Platz hatte ich im ersten Satz große Schwierigkeiten, weil er sehr stark begonnen hat. Ich bin froh, stolz und happy darüber wie ich dann gespielt habe", sagte ein erleichterter Melzer nach diesem wichtigen Sieg. Als es bei 5:4 im vierten Satz noch einmal laut wurde, habe er schon noch einmal nachzudenken begonnen, dass es Safins letztes Grand-Slam-Match sei.

An einen Sieg vor so großer Kulisse bei einem Grand Slam konnte sich Melzer in seiner Karriere nicht erinnern. "Ich habe fest daran geglaubt, dass ich die Partie gewinnen kann. Mir taugt das eigentlich, wenn einer flach und schnell spielt", erklärte Melzer, der auch immer ein Fan der Spielweise des US-Open-Siegers 2000 und Australian-Open-Siegers 2005 war.

Safins Klasse blitzte im ersten Satz auf
Im ersten Satz hatte Safin noch einmal seine große Klasse aufblitzen lassen und Melzer alt aussehen lassen. Mit allein vier Assen im siebenten Game stellte der 29-Jährige nach nur 28 Minuten die 1:0-Satzführung her. Mit zunehmender Spieldauer fand Österreichs Nummer 1 aber immer besser ins Spiel und nützte endlich eine seiner Breakchancen zum 6:4. Mit Breaks zum 4:2 im dritten und zum 3:2 im vierten Satz stellte der Deutsch Wagramer letztlich sicher die Weichen zum Sieg.

Melzer nützte im fast vollen zweitgrößten Stadion, das 10.103 Zuschauer fasst, seinen ersten Matchball zum wichtigen Sieg. Immerhin hat der Niederösterreicher ja auch eine dritte Runde aus dem Vorjahr zu verteidigen. Auch wenn es nur ein Erstrundensieg war, dieser Matchball war auch für Melzer ein besonderer. "An den Benjamin Becker erinnert man sich, dass er den Agassi damals rausgenommen hat. Bei mir ist es nicht so, dass war nicht sein letztes Match."

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