Di, 24. Oktober 2017

Untergrund zu weich

28.08.2009 16:50

38-Tonnen-Kran in Moorwiese eingesunken

Ein 38 Tonnen schwerer Kran ist beim Aufstellen eines Fertigteilhauses in Seekirchen im Moorboden eingesunken. Die Zufahrt zum Grundstück hatte dem enormen Gewicht nicht standgehalten. Stundenlang versuchte die Feuerwehr, das Fahrzeug herauszuziehen - vergeblich. Erst mit einem Spezialgerät gelang es schließlich.

Auf die Errichtung seines Alterswohnsitzes freute sich Josef Wolfsberger (65) aus Seekirchen schon ewig. Ein Leben lang hatte er gespart, nun investierte er in ein Fertigteilhaus. Der Keller auf seinem Grundstück im Buchenweg ist bereits errichtet. Freitag früh sollten Arbeiter mit einem 38 Tonnen schweren, dreiachsigen Kran die Wände aufstellen.

Feuerwehr konnte nicht helfen
Doch kaum fuhr der Lenker auf den Schotterweg, brach dieser weg. Der Spezialkran sank in der angrenzenden Wiese ein. Die Arbeiter riefen die Feuerwehr zu Hilfe. "Da ist überall der Untergrund weggebrochen. Wir haben das Fahrzeug gesichert, dann riss wieder eines der Seile. So etwas habe ich noch nie erlebt", schildert Feuerwehrkommandant Johannes Neuhofer (Bild). Gegen Mittag hatten seine Männer den Kran so weit festgemacht, dass er nicht mehr weiter wegrutschte. Außerdem wurde die Zufahrt mit Panzerplatten abgesichert. Erst mit einem weiteren Spezialkran gelang es danach, den 38-Tonner aus der Wiese zu ziehen.

Kostspielige Sanierung
"Der Weg muss hergerichtet werden. Ich habe keine Ahnung, wer für die Kosten aufkommt. Wenn ich das übernehmen muss, weiß ich nicht mehr weiter. Dann wird das mit dem Traum vom Haus nichts und ich verkauf’s gleich", sagt Wolfsberger. Trotzdem gibt er noch nicht auf. "Die Zufahrt wird am Wochenende gerichtet. Am Montag starten wir den zweiten Anlauf."

von Manuela Kappes, Kronen Zeitung
Bild: Feuerwehrkommandant Neuhofer in jener Grube, die durch den tonnenschweren Kran entstand.

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