Mo, 20. November 2017

„Tötungsdelikt“

25.08.2009 07:04

Totschlag-Anklage gegen Jackos Leibarzt?

Wie krone.at in der Vorwoche berichtete (siehe Infobox), wird eine Anklage wegen Totschlags gegen Michael Jacksons Leibarzt Conrad Murray immer wahrscheinlicher. Nicht nur hat Murray zugegeben, dem Popstar kurz vor dessen Tod das extrem gefährliche Narkotikum Propofol sowie mehrere Beruhigungsmittel verabreicht zu haben, nun bestätigte ein Behördenvertreter gegenüber der Nachrichtenagentur AP die Angaben des Kardiologen: Im Blut des "King of Pop" seien Propofol, zwei Beruhigungsmittel sowie weitere Medikamente nachgewiesen worden. Jacksons Tod werde vom zuständigen Gerichtsmediziner als "Tötungsdelikt" gewertet.

Aus Gerichtsunterlagen, die am Montag in Houston veröffentlicht wurden, geht hervor, dass der 51-jährige Arzt seinem prominenten Patienten schon etwa sechs Wochen lang ein Betäubungsmittel gegen Schlaflosigkeit gegeben hatte.

Die Dosis von zunächst 50 Milligramm Propofol pro Nacht reduzierte Murray nach eigenen Angaben um die Hälfte, weil Jackson abhängig zu werden drohte. Dafür habe er das Anästhetikum mit den beiden Beruhigungsmitteln Lorazepam und Midazolam ergänzt.

Nach Propofol-Spritze eingeschlafen
Am Tag vor Jacksons Tod habe er das Propofol weggelassen, sagte Murray den Ermittlern. Am Morgen des 25. Juni habe er zunächst mit Valium und einer Reihe anderer Medikamente versucht, Jackson zum Einschlafen zu verhelfen. Gegen 10.40 Uhr habe er dem Drängen des Popstars nachgegeben und ihm 25 Milligramm Propofol verabreicht. Schließlich sei Jackson eingeschlafen.

Nach zehn Minuten verließ Murray seiner Aussage zufolge das Zimmer. Als er zwei Minuten später zurückgekehrt sei, habe Jackson nicht mehr geatmet.

Der "King of Pop" war am 25. Juni im Alter von 50 Jahren an Herzstillstand gestorben.

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