Sa, 16. Dezember 2017

Radgipfel

24.08.2009 14:19

Rad-Projekte sparen im Jahr tonnenweise CO2 ein

Am Montagvormittag haben Prominente aus Politik, Wirtschaft und Sport, allen voran Umweltminister Nikolaus Berlakovic (ÖVP), die Großglockner-Hochalpenstraße mit sogenannten Pedelecs bezwungen. Nachdem die Teilnehmer des Elektrorad-Rennens das Ziel erreicht hatten, zog der Minister Zwischenbilanz über den vor drei Jahren gestarteten "Masterplan Radfahren".

Die Strecke von der Mautstelle Ferleiten bis zum Fuscher Törl wurde in Dreierteams in Angriff genommen. Als Erster ging Umweltminister Niki Berlakovich durchs Ziel. Er wurde aber wegen massiver Unterstützung durch die sechsfache Glocknerkönigin Karin Gruber und den Halleiner Bürgermeister Christian Stöckl aus der Wertung genommen.

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Der Sieg, und damit die Glochner-E-Bike-Trophäe ging daher an das Team "Verkehr" mit Stefan Grieshofer und Josef Haslauer vom Salzburger Verkehrsverbund und Mario Rohracher vom ÖAMTC. Das Team bezwang die Königsetappe der Österreich-Radrundfahrt in der Gesamtzeit von 50:45,50.

11,8 Millionen in Rad-Projekte investiert
Am Gipfel angekommen zog der Umweltminister schließlich Bilanz über den vor drei Jahren gestarteten "Masterplan Radfahren". Insgesamt wurden bisher 11,8 Millionen Euro in Rad-Projekte gesteckt, die wiederum ein Investitionsvolumen von 48 Millionen Euro ausgelöst haben. Ziel des Masterplanes ist eine Verdoppelung des Radverkehrsanteils in Österreich auf zehn Prozent.

Geld für Salzburg
Unterstützung erhält auch das Land Salzburg: bis 2015 soll das Radwegenetz um 100 Kilometer auf 750 Kilometer ausgebaut werden. Für dieses 7,5-Millionen-Euro-Projekt fließen 900.000 Euro Zuschuss vom Bund.

Österreichweit wurden bisher 133 Gemeinden, Schulen, Betriebe, Verwaltungen und Tourismuseinrichtungen gefördert. Die Projekte würden im Jahr über 49.000 Tonnen an CO2 einsparen, betonte der Minister.

Beeindruckender Wirtschaftsfaktor
Würden in Österreich alle Wege unter fünf Kilometer mit dem Rad zurückgelegt, gäbe es nur mehr die Hälfte aller Autofahrten, so Berlakovich weiter. Aber nicht nur für die Umwelt hätte mehr Radfahren positive Bedeutung, sondern auch für die Gesundheit und für die Wirtschaft: Eine Studie des Lebensministeriums und der Wirtschaftskammer beziffert die direkten und indirekten Wertschöpfungseffekte durch die Radwirtschaft in Österreich mit 882,5 Millionen Euro und geht von über 18.000 gesicherten Arbeitsplätzen aus.
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