Mo, 16. Oktober 2017

Nach Entlassungen

18.08.2009 10:23

Oberösterreichische Firma vor Gericht

Wegen des Vorwurfs der Diskriminierung homosexueller Mitarbeiter muss sich ein oberösterreichisches Transport-Unternehmen in Spanien vor Gericht verantworten. Ein leitender Angestellter einer Filiale in Barcelona soll die Homosexualität zweier Mitarbeiter als "krank" bezeichnet und die Geschäftsleitung in Österreich per E-Mail um die Entlassung der beiden Männer gebeten haben.

Einer der betroffenen Mitarbeiter fand das entsprechende Mail - laut eigenen Angaben - in einem Kopiergerät im Büro. In diesem Schreiben soll der Vorgesetzte seinem Chef in Österreich erklärt haben, er habe den Mail-Verkehr der beiden Kläger mit "unglaublich schmutzigen Inhalt" gelesen.

"Koste es, was es wolle"
Er habe die schnellstmögliche Entlassung der beiden homosexuellen Mitarbeiter "koste es, was es wolle" gefordert, zitierte eine spanische Zeitung die Anklageschrift.

Angeklagte wehren sich
Einer der beiden angeklagten Angestellten wies die Vorwürfe zurück und verneinte laut Medien, dass es sich um eine "beleidigende Behandlung" gehandelt habe. Er sagte außerdem aus, selbst Homosexuelle unter seinen Freunden zu haben.

Der Angestellte meinte dem Bericht zufolge weiters, dass die beiden Kläger lediglich eine höhere Entschädigung für ihre Entlassung herausschlagen wollten - jedoch sei diese ausschließlich mit der beruflichen Leistung der beiden Ex-Angestellten begründet.

Symbolbild

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