So, 21. Jänner 2018

Kritik an SMS-Klos

18.08.2009 10:16

SMS-Klos rufen Datenschützer auf den Plan

Wer im schwedischen Malmö die öffentlichen Toiletten aufsuchen möchte, kann dies nur gegen Eingabe eines via SMS gekauften Codes tun - sehr zum Leidwesen der Datenschützer. Denn die werfen der Stadtverwaltung vor, so ganz genau zu wissen, wann und wo ihre Bürger aufs Örtchen mussten. Wie die Tageszeitung "Sydsvenska Dagbladet" berichtet, wollen die Datenschützer daher nun wissen, wie lange die Telefonnummern der Benützer gespeichert werden und wer zu den Informationen über die Toilettenbenützung Zugang hat.

Die Stadtverwaltung von Malmö hatte die Toiletten im Volkspark eigenen Angaben zufolge unter anderem deshalb mit SMS-Schlössern ausgerüstet, um allfällige Vandalen mittels der gespeicherten Telefondaten aufspüren zu können.

Ganz ausgereift ist das System allerdings noch nicht. Wie regionale Medien berichten, haben insbesondere Touristen mit den SMS-Klos zu kämpfen: Sie stehen oftmals vor verschlossenen Häuseltüren, weil ihre ausländischen Handys nicht mit dem schwedischen Gebührensystem funktionieren.

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