Mo, 20. November 2017

Keine Chance mehr

16.08.2009 21:29

Jacko war schon lange tot, als der Notarzt kam

Am 25. Juni starb in Los Angeles mit Michael Jackson einer der größten Popstars der Geschichte. An jenem Donnerstag um 14.26 Uhr Ortszeit (23.26 Uhr MESZ) erklärten die Ärzte den „King of Pop“ für tot, stundenlang hätten die Ärzte zuvor um sein Leben gekämpft. Vergeblich. Die Zeitung „News of the World“ zitiert nun aus dem Notarztbericht und enthüllt: Jackson sei schon lange - mehr als eine Stunde oder sogar länger - tot gewesen, bevor der Notarztwagen vor seiner gemieteten Villa vorfuhr. Niemand hätte den 50-Jährigen mehr retten können.

Laut dem Bericht der britischen Zeitung hatte Jackson beim Eintreffen des Notarztes keinen Puls mehr. Er habe nicht geatmet, es habe keine Herztätigkeit gegeben. Der Körper sei bereits fahl gewesen. Und es habe ein untrügliches Zeichen gegeben, dass der 50-Jährige bereits mindestens eine Stunde zuvor, vermutlich sogar noch früher, gestorben sein muss: Es gab sogenannte Leichenflecken. Das bedeutet: Nachdem das Herz zu schlagen aufgehört hatte, sammelte sich das Blut an der Unterseite des Körpers.

Ein enger Freund der Familie Jackson habe nach Angaben der Zeitung die Details des Notarztberichts bestätigt – mit dem Einverständnis von Michaels Mutter Katherine Jackson, die das Sorgerecht für die drei Kinder des „King of Pop“ hat. „Ich habe mit einem der Einsatzleiter gesprochen, der mir sagte, dass Michael bereits tot war, als sie ankamen“, so Dr. Steven Hoefflin.

Jackson allein gelassen, um zu telefonieren
Jacksons Leibarzt Conrad Murray hatte zunächst behauptet, sein berühmter Patient habe noch einen schwachen Puls gehabt, als er ins nahe gelegene Krankenhaus gebracht wurde, in dem er Stunden später für tot erklärt wurde. In einer der Vernehmungen durch die Polizei sagte er aber schließlich, dass Jackson schon keinen Puls mehr gehabt habe, als er ihn gefunden habe.

In der Nacht vor dem Tod sei der Sänger erschöpft von langen Proben nach Hause gekommen und habe nicht einschlafen können, so laut „Los Angeles Times“ die Schilderung des Arztes. Er habe ihm einmal mehr das gefährliche Betäubungsmittel Propofol gegeben und sei dann für einige Telefonate aus dem Raum gegangen. Nach seiner Rückkehr habe Jackson bereits nicht mehr geatmet, berichteten die Informanten. Unklar ist aber, wie lange der Kardiologe den Popstar allein ließ. Als er zurückkam, versuchte er noch, ihn wiederzubeleben, allerdings ohne Erfolg. Murray war seit Mai für monatlich 150.000 Dollar bei Jackson angestellt und sollte ihn auf seine Konzerttour nach London begleiten. Gegen Murray wird wegen des Verdachts des Totschlags ermittelt.

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