Sa, 18. November 2017

Bindemittel schlecht

14.08.2009 09:48

Gelber Asphalt wird im Herbst erneuert

Es hätte ein strahlender, gelber Asphalt-Teppich für die Festival-Gäste werden sollen. Doch die Vorstellung vor dem Festspielhaus endete für Ex-Baustadtrat Martin Panosch als finale Tragödie. Grau und unansehnlich statt gelb, dazu noch an vielen Stellen komplett kaputt, so präsentierte sich der Belag nach kurzer Zeit. Neo-Stadträtin Claudia Schmidt entschied nun: Im Herbst wird neu asphaltiert – und zwar wieder in gelber Farbe!

Die Expertise der Bautechnischen Versuchsanstalt brachte nun endgültige Klarheit. Ein falsches Bindemittel war schuld daran, dass der gelbe Asphalt vor dem Festspielhaus zerbröselt. Zertrampelt von den Hufen der Fiakerpferde, gezeichnet von den Gummispuren der Lkws, präsentiert sich der Belag vor dem Festspielhaus ja seit langem in einem erbärmlichen Zustand.

Neuer Belag wird wieder gelb
"Am Freitag gibt es erste Gespräche mit der Baufirma", so Stadträtin Claudia Schmidt. Die weiteren Verhandlungen mit dem Subunternehmer dürften sich allerdings noch einige Zeit hinziehen, doch für die Politikerin steht jetzt schon fest: "Der Belag wird noch heuer erneuert!" Und zwar wiederum in gelber Farbe. Weil die als Gehsteige abmarkierten Bereiche, die nicht beeinträchtigt sind, nämlich im jetzigen Zustand verbleiben, hätte alles andere – so Schmidt – keinen Sinn gemacht: "Wir hätten sonst einen unansehnlichen Fleckerlteppich bekommen. In der Mitte eine schwarze Fahrbahn und am Rand den blassgelben Belag – das wollten wir nach all den Pannen nun wirklich vermeiden."

Bankgarantie muss zur Finanzierung herhalten
Zur Reparatur des gelben Fahrbahnbelages will die Stadt die Bankgarantie in der Höhe von 187.000 Euro heranziehen: "Das müsste sich in jedem Fall ausgehen", ist die Baustadträtin überzeugt. Im Herbst soll mit den Arbeiten begonnen werden. Nach dem winterlichen Härte-Test steht wohl erst zu den Osterfestspielen 2010 fest, ob es für die unendliche gelbe Asphalt-Story ein Happy End gibt.

von Wolfgang Weber, Kronen Zeitung

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