Mi, 22. November 2017

Autopsie beendet

11.08.2009 07:00

Todesursache von Jacko vorerst noch geheim

Die Autopsie von Michael Jackson ist fertiggestellt, das Ergebnis wird aber noch geheim gehalten. Mit Rücksicht auf die polizeilichen Ermittlungen bleibe das Resultat der Untersuchungen vorerst unter Verschluss, wie die "Los Angeles Times" am Montag unter Berufung auf die Gerichtsmedizin in Los Angeles berichtete. Ein möglicher Termin für die Bekanntgabe der Todesursache des Popstars wurde nicht genannt.

Bei einer Anhörung am Montag gab ein Richter unterdessen grünes Licht für den geplanten Kinofilm über den "King of Pop". Gleichzeitig kündigte der Jurist an, dass er einen speziellen Vormund einsetzen wolle, der die finanziellen Interessen der drei Kinder des Sängers vertritt. Katherine Jackson, die Großmutter der Kinder, hatte kürzlich das Sorgerecht für Prince (12), Paris (11) und Blanket (7) erhalten.

"This Is It" ab 30. Oktober im Kino
Richter Iitchell Beckloff segnete einen Vertrag zwischen dem Columbia Studio, dem Konzertveranstalter AEG Live und Jacksons Nachlass über einen Filmdeal in Höhe von 60 Millionen Dollar (42,2 Millionen Euro) ab. Der Streifen mit dem Titel "This Is It" soll unter anderem Videomaterial von Jacksons letzten Konzertproben kurz vor seinem Tod enthalten. Einer Mitteilung des Studios zufolge werden auch Freunde und Kollegen des Popstars zu Wort kommen. Der abendfüllende Film soll am 30. Oktober weltweit anlaufen. Regisseur Kenny Ortega ("High School Musical"), der Jacksons geplante Comeback-Konzerte in London inszenieren sollte, werde den Spielfilm drehen, brachte das Filmblatt "Variety" kürzlich in Erfahrung.

"Tribute-Konzert" für Jackson in Wien
Schauplatz der posthumen Verwertung der Marke Michael Jackson soll auch Wien werden. Rund um das Schloss Schönbrunn werde, die behördlichen Genehmigungen vorausgesetzt, voraussichtlich Ende September ein "Tribute-Konzert" für Jackson stattfinden, sagte Organisator Georg Kindel am Montag. Parallel dazu sucht er auch mehrere Standorte für Übertragungen des Konzerts auf Großbildschirmen. (Die hierzulande dafür gebräuchliche Bezeichnung "Public Viewing" bedeutet im Amerikanischen übrigens "öffentliche Aufbahrung eines Leichnams", Anm.) Um die Konzertteilnehmer wolle sich Jacksons Bruder Jermaine persönlich kümmern, sagte Kindel. 85.000 Tickets sollen verkauft werden, ein "nicht unwesentlicher Teil" des Erlöses solle an karitative Einrichtungen gehen.

Mehr zum "Tribute-Konzert" in der Infobox!

Ein von der Nachrichtenagentur Associated Press in London befragter Jackson-Fan zeigte sich enttäuscht darüber, dass das Tribute in Wien stattfinden soll. Ginge es nur um die imperiale Kulisse für den "King of Pop", könnte man das Konzert ohne Weiteres in Großbritannien ausrichten. "Bei uns gibt es überall Schlösser", sagte der 42-jährige Londoner Peter Chowng. Jermaine Jackson hatte die Wahl von Schönbrunn damit begründet, dass sein Bruder Schlösser geliebt habe.

Jackson war am 25. Juni im Alter von 50 Jahren überraschend an einem Herzstillstand gestorben. Sein Privatarzt Conrad Murray steht im Verdacht, dem Sänger wegen dessen Schlafstörungen nur wenige Stunden vor seinem Tod das gefährliche Narkosemittel Propofol verabreicht zu haben. Gegen den 51 Jahre alten Mediziner wird wegen wegen Totschlags ermittelt.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden