Do, 23. November 2017

Interessenskonflikt

04.08.2009 10:03

Google-Chef verlässt Verwaltungsrat von Apple

Wegen zunehmender Interessenskonflikte hat Google-Chef Eric Schmidt seinen Sessel im Verwaltungsrat von Apple räumen müssen. Die wachsende Konkurrenz der beiden Unternehmen könnte Schmidts "Effizienz als Mitglied des Apple-Verwaltungsrats erheblich einschränken", hieß es in einer am Montag veröffentlichten Erklärung von Apple-Chef Steve Jobs. Er verwies darauf, dass Google mit seinen Handy-Betriebssystem Android und dem angekündigten PC-Betriebssystem Chrome OS inzwischen dem "Kerngeschäft" von Apple Konkurrenz mache.

Schmidts Abschied aus dem Apple-Gremium sei in gegenseitigem Einverständnis erfolgt, betonte Jobs. Wegen potenzieller Interessenskonflikte habe Schmidt immer öfter den Sitzungen des Apple-Verwaltungsrats fernbleiben müssen. Der Zeitpunkt des Abschieds kam allerdings überraschend: Erst am Freitag hatte Schmidt in einem Interview mit der Zeitung "Mercury News" aus San José seinen Verbleib in dem Apple-Gremium angekündigt, weil dieser "erhebliche Vorteile" für beide Konzerne mit sich bringe.

Die Spannungen zwischen Google und Apple waren zuletzt gestiegen, weil Apple eine Applikation von Google - Google Voice - nicht zur Nutzung auf seinem iPhone zuließ. Die US-Telekommunikations-Aufsichtsbehörde FCC ermittelt seit vergangener Woche über die Hintergründe der Apple-Entscheidung.

"Wiedersehen auf dem Schlachtfeld"
Nach Einschätzung von Analysten lässt Schmidts Ausscheiden einen verschärften Konkurrenzkampf zwischen Apple und Google erwarten. Sie würden sich "auf dem Schlachtfeld wiedersehen", prophezeite der Analyst Douglas McIntyre.

Der Verwaltungsrat von US-Unternehmen ähnelt dem Aufsichtsrat in europäischen Konzernen. Sein Kontrollcharakter ist aber in der Regel geringer, da in dem Gremium auch das Management selbst vertreten ist - so wie Steve Jobs bei Apple.

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