So, 22. Oktober 2017

Nächstes Unwetter

03.08.2009 10:07

Hagel-Opfer im Flachgau erneut schwer getroffen

Wut und Verzweiflung macht sich bei den Menschen im nördlichen Flachgau breit, bei denen vor eineinhalb Wochen ein Hagelsturm Millionenschäden angerichtet hatte. Am Sonntag gingen neuerlich schwere Unwetter nieder und zerstörten großteils, was die unermüdlichen Helfer bisher repariert hatten. Heftiger Sturm hatte an vielen Häusern die Planen und notdürftigen Abdeckungen wieder weggerissen.

Am 23. Juli wurde der nördliche Flachgau zum Katastrophengebiet erklärt. Ein Hagelsturm von bisher noch nie da gewesenem Ausmaß hatte Hunderte Häuser und Autos demoliert und auch in der Landwirtschaft enorme Schäden angerichtet.

Weitere Bilder von den Aufräumarbeiten findest du in der Infobox!

Seither standen Feuerwehrmänner, Bundesheer, Dachdecker und Spengler nahezu rund um die Uhr im Einsatz, um die Spuren der Verwüstung zu beseitigen. Doch seit Sonntag heißt es: "Alles beginnt von vorne..." Das Resultat tausender Arbeitsstunden wurde innerhalb weniger Minuten wieder zunichte gemacht.

Not-Dächer zerstört
Kurz vor 17 Uhr brach neuerlich ein Sturm los. Und wieder waren die Gemeinden Lamprechtshausen und Bürmoos am schlimmsten vom Unwetter betroffen. Die Folien, mit denen die beschädigten Dächer abgedeckt waren, flogen einfach davon. Thomas Junger, Bauer aus Lamprechtshausen, schilderte am Abend der "Krone":

"Mir hat es die Planen wieder vom Stall gerissen, die Kühe sind im Regen gestanden. Da kommt wirklich Verzweiflung auf. Ich habe mitgeholfen, wie die Feuerwehr das Dach wieder notdürftig abgedeckt hat. Es war echt gefährlich. Die Schindeln waren nach dem Regen glitschig wie Schmierseife."

Über 160 Feuerwehreinsätze
164 Einsätze verzeichneten die Feuerwehren bis Montagvormittag in den Gemeinden Lamprechtshausen, St. Georgen, Bürmoos und Dorfbeuern, wie ein Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos  sagte. Insgesamt standen 37 Feuerwehren mit über 460 Helfern im Einsatz, auch aus dem benachbarten Bayern kam Unterstützung.

Auch in anderen Teilen Salzburgs richteten Gewitter Schäden an. In Annaberg und Lungötz (Tennengau) verlegten zwei Muren Straßen. Unwetteralarm gab es Sonntagabend aber auch im Pongau. Ein heftiges Gewitter mit Sturmböen, Hagel und Starkregen suchte vor allem die Bereiche von Werfen, Pfarrwerfen, Hüttau, Bischofshofen und Werfenweng heim. Auch hier mussten die Freiwilligen Feuerwehren ausrücken, um vollgelaufene Keller auszupumpen und umgestürzte Bäume von den Straßen zu entfernen.

krone.at und Manfred Heininger/Markus Tschepp ("Kronen Zeitung")

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