Fr, 22. September 2017

Neues Lebensgefühl

31.07.2009 09:18

Und Plötzlich war es ganz still in Henndorf

Es war Donnerstag, 15.28 Uhr als die Polizei die neue Henndorfer Umfahrung freigegeben hat. Die Röhre verschluckte in den nächsten Stunden Tausende Lastwagen und Autos. Im Ortskern wurde es plötzlich ganz still. "Ah, jetzt scheint er endlich offen zu sein", bemerkte Wirtin Petra Benischek von der Stelzhamer Stube.

Riesige Freude und ein bisschen Angst – diese Gefühle bringen die Henndorfer ihrer neuen Umfahrung, die am Donnerstag eröffnet wurde, entgegen. Natürlich jammert niemand darüber, dass Dreck, Lärm und Gefahr verschwinden. Einige haben aber doch kleine bis größere Bedenken: "Wie es sich auf den Umsatz einiger Betriebe auswirkt, müssen wir erst sehen", sagte Geschäftsfrau Olga Kendlbacher während am Südportal des Tunnels gerade das obligatorische Band durchschnitten wurde.

Große Erwartungen
Einige erwarten sich mehr Laufkundschaft, weil niemand mehr beim Überqueren der Straße um sein Leben fürchten muss. Andere fürchten sich vor Verlusten, weil weit weniger durch das Zentrum von Henndorf fahren werden. Die Erwartungen der Einwohner sind jedenfalls größer als je zuvor.

Bürgermeister hat viel vor
"Jetzt, wo der Verkehr weg ist, muss viel für den Ort getan werden, um ihn nicht sterben zu lassen", sind die Wirtsleute Petra und Walter Benischek überzeugt. Genau das hat Henndorfs Bürgermeister Rupert Eder mit seiner bisher von der Straße zerschnittenen Gemeinde am Ufer des Wallersees auch vor.

von Melanie Hutter, Kronen Zeitung
Bild: Die Henndorferinnen Kerstin und Brigitte feiern den ersten ruhigen Tag seit Jahrzehnten.

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