Sa, 16. Dezember 2017

"Most Wanted"

30.07.2009 15:00

Mutmaßliches Betrügerpaar geschnappt

Das meistgesuchte Betrügerpaar Österreichs ist am Donnerstag gegen 13.00 Uhr nach jahrelanger internationaler Fahndung nahe Florenz (Italien) gefasst worden. Dem Salzburger Anwalt (Bild) und seiner Lebensgefährtin werden Betrug, Veruntreuung und Geldwäsche mit einer Schadenssumme von mindestens 1,45 Millionen Euro vorgeworfen.

Der flüchtige Salzburger Anwalt und seine Komplizin wurden von der Guardia di Finanza unmittelbar vor ihrem Haus - einer Pension, die sie in einem Ort 25 Kilometer südlich von Florenz betrieben - angehalten und verhaftet. Die beiden wollten gegen 13.00 Uhr zu einem Sparziergang aufbrechen. "Sie waren sichtlich überrascht", berichtete Oberstleutnant Helmut Reinmüller von der Zielfahndung des Bundeskriminalamtes (BK).

Eine Woche überwacht
Vor zwei Wochen sei es mit Unterstützung der Guardia di Finanza gelungen, den Aufenthaltsort der beiden ausfindig zu machen. "Man habe die Pension für eine Woche überwachen lassen", sagte Reinmüller. Bilder des Paares hätten dann den endgültigen Beweis geliefert.

In zehn Tagen nach Österreich überstellt
Am Donnerstagabend - nach der ersten Einvernahme und Hausdurchsuchungen - sollen die Verdächtigen nach Florenz in Auslieferungshaft gebracht werden. Bereits in den kommenden zehn Tagen könnten die beiden Salzburger nach Österreich überstellt werden.

Heiße Spur nach Italien
Bereits unmittelbar nach der Flucht des Paares im Oktober 2001 habe man eine heiße Spur nach Italien gehabt. Diese sei dann aber wieder wie eine Seifenblase zerplatzt. Ab diesem Zeitpunkt habe es keinen echten Ansatzpunkt zur Fahndung mehr gegeben, so Reinmüller. Erst 2003 sei der Fall wieder ins Rollen gekommen. Man habe Hunderte Spuren abgearbeitet. Die Frau führte unter ihrem eigenen Namen eine Pension. Ihr Lebensgefährte, der ehemalige Anwalt, hatte sich einen Aliasnamen zugelegt.

1,45 Millionen veruntreut
Dem Salzburger wird vorgeworfen, Treuhandgelder von Klienten in Millionenhöhe missbräuchlich verwendet zu haben. Konkret geht es um eine Summe von 1,45 Millionen Euro. Seine Lebensgefährtin soll ihm dabei behilflich gewesen sein. Seit Ende Oktober 2001 galt der Mann als verschwunden. Kurze Zeit später tauchte auch seine Partnerin unter.

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