Sa, 18. November 2017

Oberhalb der Zistel

30.07.2009 09:53

Am Gaisberg fallen sieben Hektar Wald

Zwischen dem Gaisberg-Plateau und der Zistel-Alm wütet der Borkenkäfer. Auf sieben Hektar Fläche sind die Bäume so kaputt, dass alle Fichten weg müssen. Den Kahlschlag hätte man vermeiden können: Nach dem Sturm "Kyrill" urgierten die Bundesforste beim Naturschutz immer wieder eine Sanierung - doch der lehnte ab.

Bis in den September hinein werden am Gaisberg die Motorsägen heulen: Sieben Hektar Fichtenwald südlich des Gaisberg-Plateaus sind vom Borkenkäfer befallen, sie müssen weg. Ein riesiger Kahlschlag, den man bis in die Stadt hinunter wahrnehmen wird.

Stämme blieben einfach liegen
Der Bundesforste-Wald ist Teil des Naturschutz-Reservates, das seit 1998 der der Stadt überlassen wurde. Nach den schweren Schäden durch "Kyrill" im Februar 2007 purzelten auch am Gaisberg die Bäume. Bloß: Hier bleiben die Stämme einfach liegen, weil die Naturschutzbestimmung für ein Reservat es so wollte. Der Borkenkäfer wusste das zu schätzen - und vermehrte sich explosionsartig.

Forstamt zieht die Notbremse
"Wir haben schon damals gewarnt: Wenn wir die Bäume nicht rausholen, ist der Wald in zwei Jahren rot", so Friedrich Hochrainer von den Bundesforsten. Jetzt hat das Forstamt die Notbremse gezogen und eine großflächige Fällung der Fichten angeordnet – die "Salzburg Krone" berichtete.

70 Hektar am Untersberg kaputt
Laubbäume bleiben stehen, schon ab 2010 soll wieder aufgeforstet werden. Noch schlimmer hat es ja den Untersberg erwischt: "70 Hektar sind kaputt", so Max Mayr-Melnhof: "Alleine die Aufforstung mit Lärchen, Fichten und Bergahorn verschlingt eine halbe Million Euro."

Kronen Zeitung

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