Di, 21. November 2017

Kunden klagen

17.08.2009 10:46

Preis-Panne bei Otto hat juristisches Nachspiel

Die Preis-Panne beim deutschen Versandhändler Otto, bei der aufgrund eines Mitarbeiterfehlers versehentlich Notebooks zum Preis von 50 statt der sonst üblichen 2.000 Euro verschleudert wurden, hat möglicherweise ein juristisches Nachspiel. Nach Informationen des deutschen Nachrichtenmagazins "Spiegel" wollen nun nämlich mehrere Kunden gegen das Versandhaus klagen. Dieses hatte sich geweigert, die Schnäppchen-Notebooks zu liefern.

Während der Panne Ende Juli waren Notebooks, die regulär bis zu 1.999 Euro kosten, über die Website des Versandhändlers für 29,99 und 49,99 Euro angeboten worden. Innerhalb weniger Stunden bestellten 2.565 Kunden insgesamt 6.534 Notebooks der Marken Apple, Acer, Fujitsu Siemens, Medion, HP und Sony, bevor die falsche Preisauszeichnung behoben werden konnte.

Geliefert wurde bislang allerdings nicht, denn nach Ansicht von Otto haben die Kunden keinerlei Anspruch auf ihr Schnäppchen-Notebook. Laut Bestellbestätigung werde ein Kaufvertrag erst mit Zugang der Ware beim Kunden wirksam, hatte Otto vor wenigen Wochen mitgeteilt und zugleich angekündigt, sich mit Warengutscheinen in Höhe von 100 Euro bei den Bestellern "für dieses bedauerliche Versehen" zu entschuldigen.

Nach Angaben von Otto beharren jedoch "mehrere Kunden" auf ihrer Bestellung zum angegebenen Preis. Sie haben dem "Spiegel" zufolge angekündigt, die Ware vor Gericht einklagen zu wollen. Ob sie damit vor Gericht eine echte Chancen hätten, darüber sind sich Juristen aber uneinig.

Dell-Monitore für elf Euro
Erst vor wenigen Wochen war es in Taiwan zu einem ganz ähnlichen Vorfall gekommen. Der US-Computerhersteller Dell hatte dort versehentlich Monitore für umgerechnet 11 statt 163 Euro das Stück zum Kauf angeboten. Insgesamt 26.000 Käufer ließen sich dieses Schnäppchen nicht entgehen und bestellten binnen kurzer Zeit rund 140.000 Stück des 19-Zöllers (siehe Infobox).

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