Mo, 23. Oktober 2017

Nach SMS-Studie

30.07.2009 12:02

US-Senatoren wollen SMS am Steuer verbieten

Nach einer alarmierenden Studie über die Gefahren des SMS-Schreibens am Steuer wollen mehrere US-Senatoren jetzt ein Verbot erlassen. Sie stellten am Mittwoch in Washington einen Gesetzesentwurf vor, wonach sowohl das Schreiben als auch das Lesen von SMS auf dem Handy während der Fahrt verboten werden soll. "Auf seinem Handy zu schreiben, während man fährt, ist nicht nur eine schlechte Angewohnheit - es ist eine tödliche Angewohnheit", sagte der demokratische Senator Chuck Schumer, der mit mehreren Parteikollegen den Gesetzesentwurf ins Parlament einbringen will.

Hintergrund der Gesetzesinitiative ist eine am Dienstag veröffentlichte Studie von Wissenschaftlern des Virginia Tech Transportation Institute (VTTI), der zu Folge das SMS-Tippen während der Fahrt weitaus gefährlicher ist als bisher angenommen. Demnach steigt die Unfallgefahr bei Lastwagenfahrern um das 23-fache, wenn sie am Lenkrad Textmeldungen tippen, statt sich auf den Verkehr zu konzentrieren.

Beim SMS-Schreiben schauten die Lkw-Lenker im Schnitt 4,6 bis 6 Sekunden lang nicht auf die Straße. Bei einer Geschwindigkeit von knapp 80 Stundenkilometern entspricht das der Länge eines Fußballfelds. Das Wählen einer Telefonnummer auf dem Handy erhöhte die Unfallgefahr um das Sechsfache, das Greifen nach dem Mobiltelefon fast um das Siebenfache. Sprechen oder Zuhören während der Fahrt wirkt sich im Vergleich zu aufmerksamen Fahrern der Studie zufolge hingegen nicht auf das Fahrverhalten aus.

Für die Untersuchung hatte das Institut mehr als 100 Lastwagen mit Videokameras ausgestattet und die Fahrer auf einer Strecke von insgesamt fast zehn Millionen Kilometern beobachtet. Die Ergebnisse sind nach Ansicht des Instituts aussagekräftiger als Tests im Labor, weil sie die Reaktionen im echten Verkehr zeigen.

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