So, 19. November 2017

Klein und handlich

29.07.2009 10:41

Die neuen Media-Player im „Konsument“-Test

MP3-Player sind aus dem täglichen Leben einfach nicht mehr weg zu denken. Mittlerweile haben sich die musikalischen Begleiter außerdem zu echten Multimedia-Alleskönnern weiterentwickelt. Wie gut sich diese bei der Ton- und Bildqualität schlagen, zeigt ein aktueller "Konsument"-Test. Was auch diesmal wieder auffällt: Die Experten bescheinigen den wenigsten getesteten Abspielern eine gute Ton- und im Falle der Multimediaplayer auch Bildqualität. Von insgesamt 15 getesteten MP3- und Multimedia-Playern vergaben die Tester aber immerhin achtmal die Note "gut". Die restlichen sieben Geräte mussten mit "durchschnittlich" vorlieb nehmen. Durchgefallen ist in dem Test keines der Gadgets.

Was wohl besonders schwer wiegt, ist das laut "Konsument" nach wie vor bestehende Problem mit der Tonqualität. Allerdings liege dieses nicht an den Geräten selbst, sondern vielmehr an den mitgelieferten Kopfhörern. Allein der Apple iPod shuffle G3 sowie die beiden Samsung Player YP-P3 und YP-Q2 lassen sich auch mit den beigelegten Kopfhörern angemessen hören, so die Tester. Wobei hier natürlich gesagt werden muss, dass der iPod sowieso keine Ausweichmöglichkeit auf andere "Hörhilfen" bietet.  "Wer wirklich guten Klang möchte, kommt um neue Kopfhörer kaum herum", resümiert "Konsument" -Technikexperte Peter Gradauer, denn mit dem entsprechenden Zubehör sei der Klang aller durchgecheckten Geräte einwandfrei gewesen.

Bildqualität selten optimal
Auch bei der Bildqualität der Multimediaplayer gab es einiges zu bemängeln und nur drei Geräten bescheinigten die "Konsument"-Redakteure, "ein Genuss für die Augen" zu sein. Mit "sehr gut" schneiden aber zumindest die beiden Testsieger (jeweils von Archos) und der Cowon O2 ab, wobei die Modelle von Archos mit mehr als einem halben Kilogramm zugleich die schwersten Produkte im Test sind und deshalb wohl gerade nur noch so als "tragbar" durchgehen. Zumindest für sportliche Aktivitäten sind sie wenig geeignet. Eine weitere Unannehmlichkeit, die alle Getesteten außer den Archos- und Cowon-Produkten den Experten "boten", war die geringe Kompatibilität zu gängigen Videoformaten. So war bei den meisten Playern eine nervige und vor allem umständliche manuelle Konvertierung von Nöten. Die Preisskala reicht bei den durchgecheckten Multimediaplayern von 74 Euro bis 508 Euro - der billigste "gute" im Test kostet 231 Euro.

Positiv aufgefallen ist den Testern, dass die Hersteller der Player offenbar dazugelernt haben: Alle Produkte - bis auf den getesteten MP3-Player von Sony – wurden vom Computer als eigenes Laufwerk erkannt  und ermöglichten es, den Player leicht mit Medien-Files zu bespielen. Bei der Upload-Geschwindigkeit für 100 Megabyte Musik haben erneut die Geräte von Archos mit 17 Sekunden die Nase vorne. Schlusslicht ist hier Sony mit dem MP3-Player NWZ-W202 und 54 Sekunden. Insgesamt blieben also die Ergebnisse aller Geräte in vertretbarem Rahmen. Ebenfalls positiv aufgefallen ist, dass sich auch die mögliche Betriebsdauer im Vergleich zu früheren Tests bedeutend verlängert hat.

Die drei besten Multimedia-Player im Detail
Den ersten Platz bei den Multimediaplayern teilen sich zwei Geräte von Archos. Diese sind allerdings baugleich, abgesehen von unterschiedlicher Festplattenkapazität von 320 Gigabyte und 160 Gigabyte (alle anderen getesteten Geräte sind mit Flashspeicher ausgerüstet), weshalb die doppelte Wertung etwas verwundert. Ansonsten punkten die beiden Archos 7mit "sehr guter" Qualität bei der Videowidergabe, Handhabung und Verarbeitung. Der große Schwachpunkt der Geräte ist zweifelsfrei die eingeschränkte Tragbarkeit dank ihres Gewichts von 650 Gramm. Der integrierte Akku der Player reicht für eine Betriebsdauer von 45 Stunden bei ausgeschaltetem Display.

Auf Platz drei hinter den Doppelsiegern folgt der Cowon S9 Curve. Dieser ist mit 75 Gramm ein echtes Leichtgewicht und kann trotzdem im Bereich der Bildqualität immerhin noch ein "gut" einheimsen. Der Bedienung des Geräts gaben die Tester die Bestnote, ebenso wie der Verarbeitung. In Sachen Tonqualität und Tragbarkeit  muss sich das Cowon-Gerät allerdings mit einem "durchschnittlich" zufrieden geben. Das Display des Drittplatzierten ist mit 480x272 Bildpunkten außerdem um einiges kleiner als das der Sieger, das ansehnliche 800x480 Pixel misst.

Die drei besten MP3-Player im Detail
In der Kategorie MP3-Player finden sich auch wieder zwei Geräte eines Herstellers unter den Top drei, die übrigens alle in der Kategorie Tonqualität nur ein "durchschnittlich" erhielten. Allerdings handelt es sich beim Philips GoGear ViBE und beim Philips SA1942 wirklich um unterschiedliche Modelle.  Der Sieger GoGear ViBE wartet im Test mit durchwegs "guten" Noten in Handhabung, Tragbarkeit, Verarbeitung und Vielseitigkeit auf. Für das Laden der Musik auf den Player bekam das Gerät sogar ein "sehr gut" verpasst – für 100 Megabyte Upload in den acht Gigabyte großen Speicher braucht der Player 40 Sekunden. Auch für die Bedienungsanleitung und die Stromversorgung erhielt das Gerät die Bestnote. Der ViBE dient außerdem auch als Diktiergerät und Radio sowie Radiorekorder.

Der Zweitplatzierte in der Kategorie MP3-Player kommt von Hersteller Iriver. Der E50 glänzt ebenso wie der Gewinner von Philips in Verarbeitung, Stromversorgung und dem Upload von Daten. In punkto Tragbarkeit erhielt das Gerät von den Testern allerdings nur ein "durchschnittlich", ebenso wie für die Betriebsanleitung. "Gut" benoteten die Experten immerhin die Handhabung. Neben den Abspielfunktionen für digitale Musik arbeitet auch der Zweitplatzierte als Radio und Radiorekorder sowie Diktiergerät. Außerdem unterstützt der Player zusätzlich das Dateiformat FLAC, während der Philips ViBE mit WAV, WMA und MP3 vorlieb nehmen muss.

Der Philips SA1942 kann im Vergleich zu den beiden Spitzenplätzen mit einer ganzen Menge "durchschnittlicher" Noten aufwarten – so in den Punkten Handhabung, Musik-Upload und Vielseitigkeit. Das Gerät lässt sich nämlich nicht als Radio oder Rekorder verwenden, eine Diktiergerät-Funktion ist allerdings integriert. Ein "sehr gut" gaben die Tester dem Drittplatzierten nur in der Kategorie Verarbeitung. Der SA1942 verfügt über vier Gigabyte internen Speicher und ist mit nur 33 Gramm noch ein bisschen leichter als de ViBE (35 Gramm) und der Iriver E50 (39,5 Gramm).

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