Fr, 24. November 2017

Zwei Pleiten

29.07.2009 14:36

„Residenz Häupl“ und Hofstetter in Konkurs

Der Traditions- und touristische Leitbetrieb „Residenz Häupl“ in Seewalchen am Attersee ist – auf Antrag eines Gläubigers – nun in Konkurs. Das Gourmet-Restaurant samt 4-Sterne-Hotel mit 80 Betten war 2002 mangels weiterer Nachfolger an die Inhaber der Firmengruppe Rumplmayr KG verkauft worden, die kürzlich mit ihrer Interliner Transporte und Speditions GmbH ebenfalls in Konkurs gingen.

Das Haus war ein weit über die Grenzen des Salzkammergutes bekannter Inbegriff für gehobene Gastlichkeit und hochwertige Küche, wie die Kreditschützer vom KSV schwärmen. Laut KSV-Datenbank sind 40 Dienstnehmer betroffen. Wie hoch die Schulden sind und wie es weitergeht, ist noch unklar.

Karosseriebauer Hofstetter meldet Konkurs an
Der oberösterreichische Karosseriebauer Hofstetter in Hörsching im Bezrk Linz-Land hat am Dienstag beim Landesgericht Linz Konkurs anmelden müssen. Aktiva von rund 750.000 Euro stehen Passiva von etwa 2,7 Millionen Euro gegenüber. Die Überschuldung beträgt somit um die 1,95 Millionen Euro. Rund 140 Gläubiger sind betroffen, wie die Gläubigerschutzverbände berichten.

Hofstetter hat sich einen Namen als Lkw-Aufbauspezialist gemacht. Für die Kunden wurden unter anderem Alukoffer, Pritschen- und Tiefkühlaufbauten, sowie Ladebordwände und Kräne auf Kraftfahrzeuge und Anhänger montiert. Angeschlossen ist auch ein Reparaturdienst für Aufbauten, Unfallschäden und Hydraulik mit einem mobilen 24-Stunden-Kundendienst.

Nach Konkurs 2003 saniert
Das Unternehmen hat schon im Jahr 2003 Konkurs anmelden müssen. Die Firma konnte aber durch einen erfüllten 24-prozentigen Zwangsausgleich saniert werden. Als Gründe für die neuerliche Insolvenz werden ein Rückgang der Aufträge seit dem Spätsommer 2008 infolge der rückläufigen Investitionsbereitschaft sowie der immer härtere Preiskampf in der Branche angeführt. Laut Angaben im Konkursantrag ist eine Fortführung des Unternehmens in verkleinertem Umfang mit zwölf statt bisher 30 Mitarbeitern und der neuerliche Abschluss eines Zwangsausgleiches geplant.

Symbolbild

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