Mo, 11. Dezember 2017

Kräfte überschätzt

28.07.2009 10:19

Neun Bergsteiger vom Watzmann gerettet

Die Berchtesgadener Bergwacht hat in der Nacht auf Dienstag mit der Hilfe von zwei Polizeihubschraubern neun Bergsteiger aus Bochum unverletzt aus 2.200 Metern Seehöhe gerettet. Die Wandergruppe hatte ihre Kräfte überschätzt und sich gemeinsam mit den Bergführern bereits auf eine Übernachtung am Berg eingestellt. Ein aufziehendes Gewitter ließ sie gegen 22 Uhr Hilfe rufen.

Die Gruppe aus Bochum war für eine Überquerung des Watzmann bereits gegen 7 Uhr früh vom Watzmannhaus aufgebrochen. Gegen 15 Uhr erreichten die Bergsteiger die Südspitze, doch der Abstieg erwies sich schwieriger als erwartet. Einige Mitglieder der Gruppe verließen die Kräfte.

Bereits auf Nachtbiwak eingerichtet
Die Bochumer richteten sich trotz mangelnder Getränke bereits auf ein Nachtbiwak ein, als sich die Lage angesichts eines in der Ferne aufziehenden Gewitters zuspitzte. Per Handy setzten sie kurz nach 22 Uhr über Zell am See einen Notruf ab, der an die Polizeiinspektion Berchtesgaden und die Rettungsleitstelle Traunstein weitergeleitet wurde.

Bergsteiger wurden ins Tal geflogen
Mehrere Helfer der Bergwacht fuhren mit Motorrädern ins Wimbachgries, um in Richtung Südspitze aufzusteigen. Trotz Dunkelheit gelang es den Piloten der beiden mittlerweile angeforderten Hubschrauber, die Gruppe in rund 2.200 Metern Höhe zu finden. Nach und nach konnten die Bergsteiger im Schwebeflug in die Maschinen aufgenommen und sicher ins Tal zu ihrem eigentlichen Ziel, der Wimbachgrieshütte, gebracht werden.


"Wir richteten einen perfekten Shuttledienst ein, mit dem die unverletzten, aber geschwächten Frauen und Männer ausgeflogen wurden", berichtet Bergwacht-Bereitschaftsleiter Rudolf Fendt. Auch die zuvor aufgestiegenen Bergwacht-Einsatzkräfte konnten wieder unversehrt zurück ins Tal geflogen werden, bevor die Hubschrauber mit ihrem restlichen Sprit zu den Standorten nach München zurückkehren mussten.
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