Mo, 23. Oktober 2017

Mobiles Mikroskop

23.07.2009 11:42

Forscher entwickeln Mikroskop-Aufsatz für Handys

Dass sich Handy-Kameras nicht nur zum Fotografieren von Menschen oder Tieren eignen, haben jetzt Forscher der kalifornischen Universität von Berkeley bewiesen. Für gerade einmal 75 Dollar (rund 53 Euro) konstruierten sie einen Mikroskop-Aufsatz für Mobiltelefone, mit dem dank 50-facher Vergrößerung etwa Malaria-Parasiten oder Tuberkulose-Bakterien sichtbar gemacht werden können. Zum Einsatz kommen soll das mobile Mikroskop insbesondere in ärmeren Regionen dieser Welt.

Eben diese Regionen, die nur schlecht medizinisch versorgt sind, seien nämlich "paradoxerweise bestens mit Mobilfunknetzen ausgestattet", schildert Forschungsleiter Dan Fletcher dem Online-Wissenschaftsmagazin "PLoS ONE". Der große Vorteil des "CellScope" getauften Handy-Zubehörs: Die Bilder können vor Ort analysiert oder über das Mobilfunknetz an Kliniken oder Diagnosezentren übermittelt werden.

Laut Fletcher könnten schließlich auch Industrienationen von dem Mobil-Mikroskop profitieren. Beispielsweise könnten Patienten mikroskopische Aufnahmen der eigenen Blutproben anfertigen und diese zur Analyse schicken. Die Zahl der nötigen Arztbesuche ließe sich so minimieren.

Bis dahin gilt es den bislang noch recht sperrigen Linsenaufsatz allerdings weiter zu optimieren. Mit Hilfe von Chiphersteller Intel, der das Projekt mit 100.000 Dollar fördert, wollen die Forscher neue, robustere Prototypen entwickeln, um das CellScope im Feld testen zu können.

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