So, 19. November 2017

Krisenticker

21.07.2009 13:20

Transportunternehmen „Interliner“ ist pleite

Das Transportunternehmen "Interliner" mit Sitz in Ried im Traunkreis im Bezirk Kirchdorf an der Krems hat beim zuständigen Landesgericht Steyr einen Konkursantrag eingebracht. Passiva von 40,2 Mio. Euro stünden Aktiva in der Höhe von 24,9 gegenüber. Ein Zwangsausgleich werde angestrebt.

Den hohen Dieselpreisen 2008 und dem Konjunktureinbruch in der zweiten Hälfte dieses Jahres habe sich auch Interliner nicht entziehen können, argumentiert das Unternehmen. Es beschäftigt sich im wesentlichen mit Rest- und Industrieholzlogistik, Glasspedition und Planentransporten - Sparten, die von den konjunkturell bedingten Umsatzeinbrüchen und vom rapiden Preisverfall in der Logistikbranche besonders in Mitleidenschaft gezogen worden seien. Die Kapazitäten hätten kurzfristig den gesunkenen Umsätzen nicht angepasst werden können. Wesentliche Teile des Fuhrparks seien im Rahmen langfristiger Leasingverträge genützt worden. Die dadurch entstandene Liquiditätslücke habe durch weitere Kreditaufnahmen nicht mehr gedeckt werden können.

In Abstimmung und mit Unterstützung der finanzierenden Banken habe Interliner bereits begonnen, ein "Rekonstruierungskonzept" zu erarbeiten und strebe einen Zwangsausgleich an, teilte die Firma mit. Betroffen von der Insolvenz sind 83 Arbeitnehmer. Die anderen Unternehmen der Rumplmayr-Gruppe, zu der Interliner zählt, seien von dem Konkursantrag nicht berührt. Die gesamte Gruppe betreibe über 500 Lkw, 30 davon gehören zu Interliner.

Archivbild

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden