Sa, 16. Dezember 2017

Beine gebrochen

21.07.2009 08:30

Vermisster Wanderer im Gesäuse entdeckt

Ein 22 Jahre alter, seit sechs Tagen abgängiger Wanderer aus Litauen ist am Montag im obersteirischen Gesäuse entdeckt und gerettet worden. Zwei Bergsteiger haben den jungen Mann, der sich bei einem Sturz beide Beine gebrochen hatte, gesehen und die Einsatzkräfte alarmiert. Der Litauer hatte sechs Tag lang bei teilweise Regen und Kälte und nur mit kurzer Sommerkleidung überlebt. Er wurde mit einem Hubschrauber des ÖAMTC geborgen und ins Landeskrankenhaus Amstetten in Niederösterreich geflogen.

Der junge Mann hatte vergangene Woche gemeinsam mit Freunden auf dem Campingplatz in Gstatterboden im Bezirk Liezen übernachtet, am Mittwochnachmittag machte er sich zu einer Wanderung auf - allerdings ohne seinen Bekannten genaue Angaben darüber zu machen.

Suche vorerst erfolglos
Der 22-Jährige schrieb später noch in einer SMS an einen Freund, dass er bald zurück sein werde, erschien aber nicht. Die Alpinpolizei und die Bergrettung sowie Feuerwehr und Wasserrettung suchten in den vergangenen Tagen die Wanderwege in der Umgebung ab, auch Hubschrauber des Innenministeriums sowie des ÖAMTC wurden eingesetzt.

Bergsteiger fanden Verletzten
Am Montag schließlich fanden zwei Bergsteiger den Litauer. Während einer beim Verunglückten blieb, holte der andere sofort Hilfe. Die Besatzung des alarmierten Christophorus-15-Hubschraubers aus Ybbsitz musste einige Zeit suchen, bis die Stelle im schwierigen Gelände im Bereich des Großen Ödstein (2.335 Meter) ausgemacht war.

Ins Krankenhaus geflogen
Der Verletzte wurde vom Notarzt erstversorgt und ins Krankenhaus gebracht. Laut einem ÖAMTC-Mitarbeiter sei die Kleidung und Ausstattung des Litauers für die Alpinlage absolut unzureichend gewesen. Es sei ein "Wunder", dass der Mann die Tage im Freien mit solchen Verletzungen überlebt habe.

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