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20.07.2009 13:06

„Movida“ löst „Unite Parade“ ab

Das "Movida"-Festival läutet in der Stadt Salzburg eine neue Ära der Jugendkultur ein: Statt der "Unite Parade", bei der Jugendliche auf fahrenden Trucks lautstark und tanzend ihre Lebensfreude zur Schau stellten, können sie sich im Volksgarten inspirieren lassen und selbst in Szene treten. Dort wird seit Montagvormittag und noch bis Samstag mit 40 Workshops, Vorträgen, Beach-Volleyball, Konzerten, einer "Silent"-Disco und einem Freiluftkino ein völlig neues und vielfältigeres Programm geboten.

Die kleine Stadt im Volksgarten besteht aus Kuppelzelten, Pagoden, einem Chillout-Zelt und zwei Bühnen. Dort sollen sich junge Menschen bei Sport und Musik unterhalten und sich mit intellektuellen Themen auseinandersetzen können. Der Eintritt und die Teilnahme an den Workshops - sie reichen von Skateboard, Breakdance, Salsa, Trommeln über Meditation und Poetry Slam bis zur Politik - ist kostenlos.

Unite Parade hat ausgedient
Die Unite Parade, die seit 1999 achtmal jeweils im Sommer stattfand, hat damit endgültig ausgedient. "Das Interesse hat nachgelassen. Zuletzt war es sehr schwierig, die Leute zu mobilisieren", erläuterte Organisator Werner Purkhart. Da die Abschlusskundgebung im Volksgarten auch zum Schluss gut besucht war, habe man sich für diesen Ort zur Austragung des jungen Kulturfestivals entschieden. "Es ist im Vergleich zur Unite Parade inhaltsreicher und nachhaltiger."

Salzburg soll jugendfreundicher werden
Die teilnehmenden Jugendlichen und Junggebliebenen sollen sich nicht nur berieseln lassen, sondern bei den Aktivitäten bereichern und dabei selbst besser kennenlernen. "Es wird die Initialzündung, damit Salzburg noch ein Stückchen jugendfreundlicher wird. Um ein Haar wäre das Festival zu den zweiten Wasserspielen mutiert. Das Wetter wird aber besser", versicherte Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ). Er werde auch vorbeikommen, "ungefragt, aber dafür öfters". Die Stadt schießt zum 90.000 Euro hohen Festivalbudget 30.000 Euro zu, den restlichen Betrag zahlen Sponsoren und das Land.

Unzählige Highlights
Wer an den Workshops Interesse hat, kann sich auf der Homepage (den Link findest du in der Infobox!) anmelden, was bereits 400 getan haben. Daneben stehen gleich mehrere Highlights auf dem Programm: Das Open-Air-Kino zeigt Filme wie "Der Baader Meinhof Komplex", Die Welle" und "Let's Make Money". Am Mittwochabend sorgt die holländische Theatergruppe "Warner&Consorten" für unerwartete Aktionen mit dem Publikum, am Donnerstagabend findet die Podiumsdiskussion "Jugend in Salzburg: Woran Scheitert's?" statt, und am Freitagabend treten die Bands "Tangerine Turnpike", "The Merry Poppins" und "Kosheen" auf. Die Abschlussveranstaltung geht im Gusswerk mit Electronic Motion und Trommel & Bass Floor über die Bühne.

Madrid als Vorbild
Der Festivalname "Movida" wurde übrigens in Anlehnung an den kulturellen und sozialen Befreiungsschlag der Madrilenen nach der Franco-Ära in Spanien gewählt. "Madrid ist heute eine pulsierende, unabhängig lebensfrohe Stadt. Ähnliches und mehr wünschen wir uns für Salzburg", heißt es in der Festival-Broschüre.

Symbolbild

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